Dienstag, 28. Januar 2014

Vegane Potica - steirisch-slowenischer Hefekuchen mit Nussfüllung


Gegen Jahresende habe ich Euch erzählt, dass ich mich auf ein Weihnachtsfest im kleinen Kreis mit meiner Familie freue - und auf Mensch ärgere Dich nicht mit meiner Omi. Doch leider war der Kreis kleiner als geplant, denn meine Omi kam ein paar Tage vor Weihnachten ins Krankenhaus.

Weihnachten 2012 - wie immer hat sie gegen uns alle beim Mensch ärgere Dich nicht gewonnen

Sie hat die Weihnachtsfeiertage, ihren 90. Geburtstag und Silvester im Krankenhaus verbracht und Mitte Januar konnte ihr Körper einfach nicht mehr und sie hat aufgehört zu atmen. In den letzten Tagen war ständig jemand bei ihr und am Tag ihres Todes waren fast alle, die ihr nahe gestanden haben, bei ihr, um ihr noch ein paar liebe Worte zu sagen. Sie hat zwar wahrscheinlich nichts mehr mitbekommen, aber sie hat bestimmt unsere Anwesenheit und unsere Liebe gespürt. Schmerzen hatte sie gegen Ende keine mehr.

Ich bin sehr dankbar, sie so lange gekannt zu haben und bin froh, dass sie nun nicht mehr leiden muss.
Das Bild ist noch nicht mal ein Jahr alt. War sie nicht wunderschön?

Meine Omi stammt aus Marburg an der Drau (Maribor), das gehört zur Untersteiermark. Heute gehört diese Region zu Slowenien. Meine Großeltern waren zwar Deutsche, aber natürlich ist meine Omi durch ihre Herkunft eng mit den slowenischen Gebräuchen und Spezialitäten vertraut gewesen.

Als sie noch etwas jünger war, hat sie viele tolle Sachen gekocht und gebacken. Vor allem österreichische Süßspeisen wie Zwetschgenknödel oder Topfenpalatschinken. Eine weitere ihrer Köstlichkeiten war steirisch-slowenischer Hefekuchen mit Nussfülung, Potica genannt. Den hat sie immer zur Weihnachtszeit gemacht.

Und in Gedenken an sie habe ich mich mal daran versucht, eine vegane Potica zuzubereiten. Ich kann sie förmlich hören, wie sie sagt, das geht doch nicht, da müssen Eier dran ;)


Potica


Zutaten für den Hefeteig:
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe (oder 30g frische Hefe)
  • 2 EL Sojamehl
  • 250 m Haferdrink Vanille (lauwarm)
  • 80 g Zucker
  • 80 g Alsan (geschmolzen)
  • 1 TL geriebene Zitronenschale
  • 1 Prise Salz

Zutaten für Füllung:

  • 300 g grob gemahlene Walnüsse
  • 100g Semmelbrösel 
  • 2 Hände voll Rosinen
  • 60 g Zucker
  • 5 EL Agavendicksaft
  • 180 ml Haferdrink Vanille
  • 1 TL Zimt
  • 3 EL Rum
  • 2 TL gemahlene Vanille



Zubereitung:

Zunächst den Hefeteig zubereiten. Dafür das Mehl, die Zutaten miteinander verkneten. Der Haferdrink sollte lauwarm sein. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten lang gehen lassen.

Nun die Füllung anrühren. Dafür zuerst die Rosinen in Rum einlegen und beiseite stellen. 

Zum Einlegen der Rosinen habe ich kroatischen Rum verwendet, den mir ein lieber Kollege aus dem Urlaub mitgebracht hat

Die 150 ml Haferdrink in einem Topf auf dem Herd erwärmen und die restlichen Zutaten (außer den Rosinen) unterrühren. Dann die Masse abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Teig nochmal durchkneten und erneut 30 Minuten lang zugedeckt gehen lassen. Anmerkung von mir: mein Teig ist nicht wirklich gut aufgegangen, ich denke man sollte wirklich frische Hefe verwenden und nicht wie ich auf Trockenhefe zurückgreifen.

Zum Schluss den Teig nochmal durchkneten und anschließend zu einem Rechteck ausrollen (ca. 1/2 cm dick). 




Die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und zum Schluss die Rumrosinen obendrauf streuen. Man rollt den Teig dann von der einen Seite zur anderen auf und legt sie in eine gefettete Kastenform oder eine Kasserolle. Nun lässt man den Teig ein letztes Mal für ca. 20 Minuten gehen (am besten legt man ein Tuch drüber).


Noch eine Anmerkung von mir: wir haben leider nicht sehr viel Platz in der Küche, darum konnten wir den Teig nicht breiter ausrollen und er war sehr lang und schmal. Ich würde Euch raten, den Teig etwas breiter und nicht viel länger als breit auszurollen, am besten auf einem Tuch. Dann lässt er sich am besten aufrollen. Es sollten dann zwei breite Rollen dabei herauskommen, die im Ofen nochmal so dolle aufgehen, dass aus den zwei runden Rollen zwei viereckige Kuchen werden. Bei uns waren es dann halt eben 3 kleine runde Kuchen.

Die Potica anschließend bei 180 Grad Celsius im vorgeheizten Backofen 40-45 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Wenn die Rolle leicht angebräunt ist, ist sie fertig.

Über Nacht zugedeckt schön ziehen lassen, dann ist der Kuchen saftig und lässt sich auch gut schneiden.

Man kann die Potica übrigens auch mit Mohn füllen, bei uns gab es sie aber immer mit Nussfüllung.

 

Meiner Omi war es sehr wichtig, dass wir sie nicht vergessen. Aber wie könnten wir das jemals? Und da das Internet erst recht nichst vergisst, lebt sie nun nicht mehr nur in unseren Gedanken ewig weiter, sondern nun auch im World Wide Web. 

So behalte ich sie gerne in Erinnerung: fröhlich und glücklich bei unserer Hochzeit vor 5 Jahren


Wir machen im Sommer Urlaub in Kroatien, auf dem Heimweg bleiben wir evtl. noch ein paar Tage in Slowenien. Da freue ich mich schon sehr drauf!!! Danach kann ich Euch wieder tolle Sachen über diese Region erzählen (Kroatien zählt ja mit zu meinen Lieblingsländern, durch Slowenien bin ich bisher immer nur durchgefahren) und Rezepte habe ich dann bestimmt auch wieder für Euch.


Samstag, 25. Januar 2014

Ein veganes Wochenende im Schwarzwald

 

Letztes Wochenende hatte ein guter Freund von uns Geburtstag. Er und seine Frau haben eine Woche Urlaub im Schwarzwald (in der Nähe von Calw) gemacht. Da es ein runder Geburtstag war, sind wir als Überraschung dort aufgetaucht mit einem Geburtstagskuchen und haben abends zusammen gegessen. Letztes Jahr sind Susanne und Sven auch mit uns an die Mosel gefahren, als mein Mann Geburtstag hatte. Darum war es für uns selbstverständlich, zuzusagen, als Susanne uns gefragt hat, ob wir Sven an seinem Ehrentag überraschen wollen.

Sie hat vorher schon im Internet recherchiert und auf der Seite des VEBU rausgesucht, wo man vegan in der Umgebung essen gehen kann. Ich bin schon wein wenig stolz, dass unsere nicht-veganen Freunde sich mittlerweile so super auskennen ;)

Geplant war eigentlich, dass wir im Biogasthaus Sonne übernachten, die vegetarische Pension ist sogar bei VeggieHotels gelistet. Leider aber waren ausgerechnet an diesem Wochende die Handwerker dort und es war geschlossen. So ein Mist!!! Es sah online supertoll aus, die Speisekarte las sich echt gut und per e-Mail war die Kommunikation sehr angenehm.

Bio Gasthaus Sonne
Freudenstädter Strasse 8
72226 Simmersfeld
www.biogasthaus-sonne.de

Also haben wir im gleichen Gasthaus übernachtet wie unsere Freunde und im Netz haben wir ein Restaurant herausgesucht (ebenfalls über die Restaurantsuche auf der Homepage vom VEBU), das viele vegetarische Gerichte auf der Speisekarte stehen hat.

Unterwegs haben wir im denns in Pforzheim noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft

Und hier haben wir gewohnt:

Landgasthof Löwen
Hauptstraße 21 
75387 Neubulach-Oberhaugstett
www.schwarzwald-landgasthof-loewen.de



Svens Lieblingskuchen ist Zitronenkuchen, also habe ich für ihn Lemony French Cake von Have Cake, Will Travel gebacken

Abends ging es dann nach Bad Wildbad zum Wildbader Hof. Ich habe vorher per e-Mail nachgefragt, was man mir Veganes anbieten kann und ich bekam eine sehr liebe Mail zurück. (Im Landgasthof Löwen hat man mir übrigens auch angeboten, etwas Veganes zu kochen, aber wir wollten zur Feier des Tages außerhalb dinieren.)

Wildbader Hof
König-Karl-Straße 43
75323 Bad Wildbad
www.wildbaderhof.de




Eine wirklich sehr große Auswahl an vegetarischen Gerichten, oder?
Per e-Mail hatte man mich vorher informiert, dass ich auch beim Beilagensalat erwähnen sollte, dass ich Veganerin bin. Normalerweise ist das Dressing nämlich auf Mayo-Basis.
Mediterraners Gemüseragout im Reisring (angeboten hatte man mir auch eine Gemüseplatte mit Kartoffeln, Pilze mit Reis oder eine Salatplatte)
Auf der Dessert-Karte war auf den ersten Blick nichts Veganes zu entdecken
Aber auf den zweiten Blick kam mir dann die Idee: ich habe einfach gefragt, ob das Erdbeersorbet ohne tierische Produkte hergestellt wurde und das Feigen-Carpaccio dazu bestellt

Erdbeersorbet auf Feigen-Carpaccio

Danach gab es noch einen kleinen Absacker im Gastraum vom Landgasthof Löwen.


Schwabenbräu und ein Schwarzwälder Kirschwässerle

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück wieder heim.

 
Brötchen mit hausgemachter Zwetschgenmarmelade und Wald-Heidelbeere, außerdem Müsli mit Vanille-Haferdrink
Wie Ihr seht: auch wenn weit und breit nix ist außer Wald und kleinen beschaulichen Örtchen, kann man veganes Essen bekommen. Ich bin einfach mal so frech zu behaupten, dass es dann ÜBERALL möglich ist - zumindest mit der richtigen Vorbereitung. Sollte ein restaurant mal sagen, es sei nicht möglich, schlage ich vor, einfach selbst ein paar Vorschläge für Gerichte zu machen. Ich bin mir sicher, da lässt sich was drehen. Und mit ein bisschen Kreativität ist sogar ein veganes Dessert möglich, wie man gesehen hat.

Der Schwarzwald ist wirklich sehr abgelegen und beschaulich, also eigentlich kein typisches Urlaubsziel für uns. Aber für ein Wochenende war es echt toll. Die Nebelschwaden in den Tannenbäumen sahen aus wie Zuckerwatte und als wir nachts zurück zu unserer Pension gefahren sind, haben wir im nebligen Wald sogar einen Fuchs gesehen!





Und seit Donnerstag liegt sogar Schnee dort, diese Fotos haben uns Sven und Susanne zugeschickt. Toll, oder? Auch, wenn ich keinen Schnee mag, aber das ist doch wirklich traumhaftes Winterwunderland, oder?



Na, wär Urlaub im Schwarzwald was für Euch?


Ein supertolles Rezept für vegane Schwarzwälder Kirschtorte gibt es bei meiner Freundin Birdie von Food and Fotos - life of a vegan:

www.foodnfotos.blogspot.de/2013/11/schwarzwalderkirsch-torte



Sonntag, 19. Januar 2014

Vegan in Thailand - Gastbeitrag von Regina von muc.veg

Dieses Mal ist Regina von muc.veg zu Gast auf meinem Blog. Ich durfte Regina schon zweimal treffen, nämlich auf dem VSD in Stuttgart 2013 und im gleichen Jahr bei der Veganmania in München. Sie lebt in München und auf ihrem Blog geht es vor allem um Veganismus und Yoga. Auch sie ist viel unterwegs und es lohnt sich immer, mal bei ihr vorbeizuschauen. Und Regina ist dazu noch supernett und ich hoffe, wir treffen uns mal bei schönem Wetter oder beim nächsten Mal eben einfach irgendwo drinnen. Vielen lieben Dank für den schönen Thailand-Bericht!



Sawadikaa! 

Ich bin Regina, Bloggerin von muc.veg und freue mich, euch hier bei Linda über meinen Thailandurlaub berichten zu dürfen. Seit anderthalb Jahren (seit August 2012) lebe ich vegan. Zuvor war ich 14 Jahre Vegetarierin. Als Vegetarier war ich mit meinem Freund bereits im Februar 2010 in Thailand – genau genommen auf der kleinen Insel Ko Pangan und in Bangkok. Dabei hatte ich lernen müssen, dass die Thailänder an fast jedes Gericht Fisch- oder Austernsoße machen – zudem sind diese beiden Bestandteile zu 99% in sämtlichen (Fertig-)Currypasten und Soßen enthalten, so beispielsweise auch im traditionellen (und sehr leckeren) Pad Thai (Reisnudeln mit Sprossen, Nüssen, Tofu und Ei – und eben einer Sauce aus Tamarind, Fischsauce, Palmsugar und Chili). Das machte uns auch Chef Tummy – ein Koch aus Kanada, bei dem wir während unseres Aufenthaltes auf Ko Pangan einen thailändischen Kochkurs absolviert hatten (der sehr zu empfehlen ist), deutlich. Damals, als ich Vegetarier war, hab ich das gegessen, auch wenn ich ein schlechtes Gewissen dabei hatte. Die Thailänder nehmen “vegetarisch” halt einfach nicht so ernst, hatte ich gedacht...








Phuket / Patong

Da wir immer wieder etwas anderes in einem Land sehen wollen, haben wir uns dieses Jahr Phuket als Ziel ausgesucht. Zum einen, weil es auf der anderen Seite Thailands liegt und eine größere Insel ist. Zudem nahmen wir an, dass man dort bestimmt vegan essen kann und zum anderen, weil es dort viele airbnb-Angebote gab (und es einen günstigen Direktflug von Singapur, wo wir zuvor ein paar Tage stoppten, gab). So landeten wir in Patong.

Ko Pangan war 2010 kaum touristisch erschlossen. Die kleine Nachbarinsel von Ko Samui war eigentlich nur für ihre Full Moon Party bekannt und der Rest der Insel war fast noch Natur pur. Patong hingegen  ist quasi der asiatische Ballermann (plus Dreck, Ladyboys und Prostitution...). Ein Schock für mich nach vier Tagen in dem sauberen Singapur. Aber wir fanden bei airbnb ein sehr schönes Apartment mit Pool auf dem Dach, das am Stadtrand lag. Das Apartment hatte auch den Vorteil, dass wir uns im Kühlschrank Essen und Früchte lagern konnten. Und wir verbrachten eigentlich die wenigsten Tage tatsächlich in Patong. Aber es gab dort auch große (und viele kleine) Supermärkte, super viele Garküchen und sogar zwei vegetarische/vegane Restaurants (eins davon wird von einer Thailänderin geführt, die ein paar Jahre in München gelebt hat und etwas Deutsch spricht). Überall auf der Insel sind die Betreiber der vegetarischen Stände sehr freundlich und lassen einen auch mal etwas probieren. Sie wirken sogar regelrecht stolz, wenn man nachfragt, ob alles vegan ist. 
 
Blick in den Kühlschrank

 






Jay (thailändisch: เจ) 

In diesem Urlaub – so als Veganerin – wollte ich die Sache mit der Fischsauce ernst nehmen und hab mich vorab gut informiert. So erfuhr ich beispielsweise über das Vegetarian Festival auf Phuket, was jährlich im Oktober stattfindet. Im Rahmen der Recherche lernte ich aber vor allem das Zeichen เจ (Jay / Jeh) kennen. Es sieht aus wie eine 17 und wird meist mit roter Schrift auf gelbem Grund abgebildet.

Wenn man als Veganer in Thailand reist, sollte man sich an dieses Zeichen halten, denn es kommt der veganen Ernährung am nächsten und geht darüber sogar noch hinaus, weil das Essen den Körper und das eigene Kharma reinigen soll. Jay bedeutet: Kein Fleisch, kein Fisch und auch keine Tierprodukte (wie Fisch- oder Austernsauce). Dazu heißt es auch, dass weder Knoblauch noch Zwiebeln in den Gerichten verwendet werden. Wenn also etwas Jay/Jeh ist, dann ist es auch vegan.








Ursprünglich stammt der Begriff Jay von der östlichen Religion „Jainismus“, deren Mönche und Nonnen stark an Gewaltlosigkeit glaubten und entsprechend nur Früchte und Bohnen aßen. Der Konsum von Kartoffeln, Knoblauch oder Zwiebeln führt hingegen zum Tot der Pflanze, weswegen diese Zutaten nicht verwendet wurden. Früher wurde scheinbar viel Öl und Fett in den Gerichten verwendet, was heutzutage aber nicht mehr der Fall ist – dafür lassen sich viele „fakes“ (Tofu und Soja) in den Töpfen der Garküchen finden.

Es gibt spezielle Jay-Food-Stände und Restaurants, die leicht an ihren gelb-roten Plakaten und Flaggen mit dem เจ / Jay zu erkennen sind. Sie bieten dann nur Jay-Essen, also vegane/vegetarische Speisen an. Das Zeichen lässt sich auch in den Supermärkten auf einigen Produktpackungen finden. 

Wenn man einmal das Zeichen entdeckt hat, springt es einen geradezu ins Auge – so haben wir bei unseren Erkundungstouren mit dem Scooter viele kleinere und größere Jay-Restaurants gesehen und ausprobiert.












Neben den speziellen Jay-Ständen kann man auch in größeren Restaurants nach Jay-Essen fragen, da alle Thailänder die Bedeutung davon kennen. Aber nicht alle (wohl eher auch die wenigsten) können/wollen danach kochen. Zur Not gibt es einfach auch gekochten Reis (ca. 10 THB) mit Sojasauce. Oder man sagt dazu einfach „Mai sai nam pla“ (ohne Fischsauce), was ich von Jean-Christian Jury (La Mano Verde, Berlin) lernte. Ich war aber überrascht, wie viele Jay-Stände auf Phuket verteilt sind – vor allem auch in abgelegenen Regionen. An der Ostküste (Phukettown und Chalong) gibt es gefühlt die meisten vegetarisch/veganen Stände. In Phukettown gibt es dazu noch den chinesisch-taoistischen Tempel „Jui Tui“, der dem Vegetariergott Kiu Wong geweiht ist und wo während des Vegetarien Festivals viele Zeremonien stattfinden.









Dazu gibt es in der Nähe von Chalong (Ostküste) sogar einige Rohkost-Restaurants, wie das SuperNatural im Friendship Beach Resort (wo wir den geilsten Raw-Cheesecake ever gegessen haben und uns auch veganes Pad Thai serviert wurde) und das Atsumi Raw Cafe (hier gab es geeiste Appletarte und Strawberry Cheesecake). Apropos Café – in Thailand gibt es in (fast) jedem Coffee-Shop natürlich auch Sojamilch für den Kaffee.







Wir wussten eigentlich nie so genau, was wir da an den Jay-Ständen bestellten. Ich habe anfangs mit der Taktik das ausgewählt, wovon am wenigsten da war (weil ich dachte, das wäre das beliebteste Essen). Später bin ich dazu übergegangen einfach nach Gefühl zu bestellen, aber dabei landete manchmal etwas sauer eingelegtes auf meinem Teller. Das war nicht ganz so mein Geschmack. Und am Ende suchte ich immer nach Gerichten mit Thai-Basilikum, weil mich dieser Geschmack einfach umhaut und dies auch meist die schärfsten Gerichte waren. 

An den Garküchen nimmt man einfach Reis und dazu ein oder zwei Gerichte aus den Töpfen (kostet ca. 40 THB – ist aber irgendwie immer abhängig von den ausgewählten Gerichten). Das Preissystem haben wir aber bis zum Ende nicht verstanden. Die netten Thais warnen einen auch, wenn etwas „spicy“ (scharf) ist. In größeren Restaurants erhält man auch einen Teller mit frischer Gurke und Thai-Basilikum, um die Geschmacksnerven zwischendurch zu beruhigen. 

Man kann dann vor Ort essen oder alles zum mitnehmen bestellen. Dann wird jedes Gericht in einem einzelnen Plastikbeutel verstaut. Auf den Tischen steht immer auch das so genannte Nam Pla – Chili in Essigsauce und Zucker zum Schärfen bzw. Entschärfen der Gerichte. 



Ansonsten kann man sich als Veganer auch an den unzähligen Obstständen ernähren – das war meine Taktik morgens: Frisch geschnittenes Obst zusammengewürfelt als Obstsalat. Ein Traum! Vor allem weil die exotischen Früchte (Ananas, Mango, Papaya, Dragonfruit etc) alle herrlich reif waren. So war unser Kühlschrank meist auch gefüllt mit frischem Obst. 

 

Und hier noch ein paar Impressionen von Phuket: