Dienstag, 31. Dezember 2013

Vegan in Florida - I'm going to Miami


Schön war's! Aber auch sehr stressig. Seit ein paar Wochen sind wir nun aus Florida zurück, wo wir eine 8-tägige Rundreise gemacht haben und anschließend noch 4 Nächte in Miami verbracht haben. Gebucht haben wir die Rundereise "Sonnenseite Floridas" bei Meiers Weltreisen über unser örtliches Reisebüro. Die Rundreise ist super zusammengestellt mit vielen tollen Sehensüwrdigkeiten. Hätte ich eine Rundreise selbst zusammengestellt, dann hätte ich mir die gleichen Ziele herausgesucht. Besonders gespannt waren wir auf die Universal Studios Orlando und das Kennedy Space Center, sowie die Stadt Miami.

Insgesamt fanden wir Florida super, aber es war nicht ganz so einfach veganes Essen zu entdecken wie im Frühjahr in England oder letzten Sommer in New York. Vor allem, weil wir auf der Rundreise nicht sehr flexibel waren. Wir haben aber das Beste daraus gemacht.


Und eigentlich sollte eine Busrundreise alles andere als stressig sein, weil man nicht selbst herumfahren muss, sondern sich einfach zurücklehnen kann, während man herzmkutschiert wird. Und man bekommt nebenbei noch ein bisschen was über die Gegend und deren Geschichte erzählt. Soweit der Plan. Unsere Reiseleiterin war aber wenig gut organsiert und so wurde dann die ein oder andere Geschichte 4-5 mal (!) erzählt und nebenbei noch so ein paar private Anekdoten (was ja irgendwie ganz süß war, aber nach ein paar Tagen auch angefangen hat zu nerven) und auf mehrstündigen Fahrten kam man so auch gar nicht zur Ruhe, weil sie andauernd irgendwas geredet hat. Ich habe irgendwann gar nicht mehr zugehört, weil ich nicht mehr aufnahmefähig war und das ist doch echt schade. Bei den ganzen Sehenswürdigkeiten hatten wir dann manchmal nur ganz kurz Zeit (beispielsweie 7 Minuten für einen Fotostop - es dauerte schon über 5 Minuten, bis alle ausgestiegen waren) und wir wurden nur so durchgehetzt. An anderen Tagen hatten wir irgendwo zig Stunden Aufenthalt, wo es nicht wirklich viel zu sehen gab.

Außerdem war der Bus bis zum letzten Platz voll belegt, was die Fahrten auch nicht gerade angenehm gemacht hat. Ich erzähle Euch das alles nicht, um hier rumzujammern auf hohem Niveau - denn es war trotz allem ein toller Urlaub! Ich sage Euch das vielmehr, damit Ihr Euch genau überlegen könnt, ob so eine Rundreise für Euch das Richtige ist oder ob Ihr nicht lieber auf eigene Faust etwas organisieren wollt und ein Land mit dem Mietwagen erkundet. Großer Vorteil der Busrundreise allerdings: es ist alles vorab organisiert und bei den Sehenswürdigkeiten muss man nicht anstehen. 

Fangen wir mal mit dem Hinflug an. Ich war schon ziemlich aufgeregt, weil ich ja eh nicht so gerne fliege und dieses Mal waren wir erstmals mit dem Airbus A380 unterwegs, dem größten Passagierflugzeug überhaupt. In Frankfurt hatten wir zunächst wie wahre Weltenbummler Sushi zum Frühstück. Eine süße kleine Sushi Bar im Terminal 1 ist die Temaki Bar. Vegetarische Gerichte sind auf der Karte gekennzeichnet.

Wakame Algensalat
Avokado-Maki und Kappa-Maki
Notfall-Verpflegung für unterwegs (schließlich sollte der Flug über 10 Stunden gehen)

Notfall-Tropfen, falls ich Panik bekomme (der Hinflug war aber absolut stressfrei)
Unser Flieger
Die erste vegane Mahlzeit an Bord
  

Auf der Deli Reform Margarine steht mittlerweile übrigens sogar drauf, dass sie vegan ist
 


Reis mit Brokkoli, eine mit Tofu gefüllte Aubergine und Tomatensoße

Sieht das nicht zauberhaft aus? Ich weiß leider nicht, was das für eine Inselgruppe ist, ich tippe aber auf die Bahamas
 

Ich war ehrlich gesagt nicht begeistert, als ich erfahren habe, dass die Lufthansa den einzigen Direktflug von Frankfurt nach Miami anbietet. Ich bin kein sonderlicher Lufthansa-Fan, denn wir haben da schon echt schlechte Erfahrungen gemacht mit unfreundlichem Personal und unkomfortablen Fliegern. Aber dieses Mal muss ich echt eine Lanze für die Lufthansa brechen. Das Personal war sehr aufmerksam, das Essen wirklich lecker und die Beinfreiheit im A380 war top! Als Vegetarier und Veganer bekommt man ja immer sein Essen um einiges früher als alle anderen. Und meistens hat der Vordermann seinen Sitz zurückgekippt um in Ruhe zu schlafen. Und trotzdem konnte ich ohne Probleme mein Tablett runterklappen, ohne meinen Vordermann zu stören und hatte noch genug Platz zum Essen. Ein Hoch auf die Lufthansa (bzw. den A380)!


Tag 1: Ankunft in Miami und Unterkunft im Courtyard Miami Airport South. An diesem Tag lief nicht mehr viel, lediglich duschen und zu Abend essen. Anschließend gab es dann eine kleine Infoveranstaltung.

Das Hotel ist in Airport-Nähe gelegen, also weit weg von der Innenstadt und von daher konnte man nichts großartig unternehmen und auch nirgendwo außerhalb zum Essen hingehen. Also haben wir im Hotel zu Abend gegessen. Das einzig Vegane auf der Speisekarte war Hummus mit Sellerie (seltsame Mischung, war aber lecker) und weil ich davon alleine nach dem anstrengenden Tag nicht satt geworden wäre, gab es noch Sweet Potato Fries.

Hummus mit Fladenbrot und Sellerie, außerdem Süßkartoffel-Pommes


Tag 2: Um 8.30 Uhr ging es mit dem Bus nach Cape Canaveral zum Kennedy Space Center, einem der Highlights für mich auf dieser Rundreise.

Das Frühstück im Hotel bestand aus sehr viel Obst und einem Bagel mit Erdnussbutter und Banane obendrauf. Bagels, Erdnussbutter und Obst gab es übrigens in fast allen Hotel ausreichend. Um das Frühstück muss man sich in den USA also wirklich nicht sorgen. Unterwegs hatte ich es da nicht immer so einfach.

Obst und Breakfast Potatoes
Bagel mit Erdnussbutter und Banane
Und noch ein Kommentar zu deutschen Touris (und unsere Gruppe bestand ja fast zu 100% aus Deutschen): am Frühstücksbuffet waren noch genau 2 Äpfel und jemand hat direkt vor mir BEIDE Äpfel aus der Schale genommen. Klar, deutsche Mitnahme-Mentalität ;) Zum Glück wurde dann aufgefüllt mit Bananen und die mag ich eh viel lieber ;)

Im Bus dann folgendes Szenario: wir waren mehr als pünktlich zur Abfahrt am Bus, da war schon fast der gesamte Bus voll und natürlich wurden auch (typisch deutsch) ordentlich Plätze im Bus für andere reserviert mit Jacken und Rucksäcken. Hätte sich nicht ein netter Mitreisender freiwillig umgesetzt, hätten mein Mann und ich die ganze Rundreise über getrennt sitzen müssen. Denn eins ist klar: wenn man mal einen Platz hat, dann hat man den die ganze Reise über. Deutsche Zucht und Ordnung eben.

Die Reiseleiterin hat sich dann dafür entschuldigt, dass der Bus so voll ist mit der Begründung, sie hätte ja nicht gewusst, dass wir so viele sind. Also wenn sie es nicht weiß, wieviele Teilnehmer sich angemeldet haben, wer dann???

Dann fuhren wir ca. 3 Stunden zum Kennedy Space Center. Unterwegs hielten wir noch an für ein Mittagessen. Bei einem All you can eat-Buffet für 14 Dollar kann man ja eigentlich nicht meckern und eigentlich sollte da ja auch was Veganes zu finden sein. Die Auswahl war allerdings nicht so toll und das, obwohl es auch Sushi gab. Die einzigen beiden Sushi-Teile, in denen nichts Fischiges drin war, habe ich mir gekrallt, außerdem Wakame, etwas Tofu, Pommes und Bohnen. Nix Dolles, aber hat satt gemacht.




Sowas von beeindruckend! Ein absolutes Must See!!! Vor allem viel weniger Pathos und Patriotismus als erwartet, es stand wirklich mehr die Wissenschaft im Vordergrund. Wobei natürlich auch nicht unerwähnt bleiben darf, wieviele Tiere für die Raumfahrt gestorben sind und fraglich ist, ob das wirklich alles so notwenig ist, so viel Geld für die Raumfahrt auszugeben, wo viele Dinge auf unserem Planeten noch nicht ausreichend erforscht sind und man bedenkt, wie viele Menschen täglich verhungern. Aber trotz allem übt das All eine große Faszination auf uns Menschen aus, dem konnten natürlich auch wir uns nicht entziehen.



 


Man hat fast das Gefühl, live dabei zu sein beim Countdown zur Apollo 11 Mission zum Mond am 16.07.1969 mit Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins  - die Geräte sind die Originale von damals!


Moon Buggy
Spacesuit
Mondgestein

In dieser Halle erfährt man alles über die Space Shuttle Missionen - die Idee war eine Raumfähre, die startet wie eine Rakete und landet wie ein Flugzeug. Das Original Space Shuttle Atlantis kann man hier besichtigen
 


Sieht aus wie aus Papier, ist aber wirklich ein echtes Space Shuttle - fast zum Greifen nah!
 




Das Kennedy Space Center war wirklich superinteressant. Leider hatte unsere Reiseleiterin nicht gewusst, dass sich dort der Zeitplan geändert hat und somit wurden wir durch manche Stationen nur so durchgehetzt. Zum Glück hatten wir wenigstens bei der Atlantis genügend Zeit, uns umzusehen.

Danach haben wir in Orlando für 3 Nächte im Hotel Rosen Inn@Pointe Orlando eingecheckt. Auch dieses Hotel war wieder sehr weit weg von der eigentlichen Stadt. Vielmahr war es in einem Viertel gelegen, das ausschlielich aus Hotels und Restaurantketten bestand. Ein Taxi zu einem der veganen Restaurants in Orlando hätte uns einfach ca. 45 Dollar gekostet. Daher haben wir uns dagegen entschieden und lieber im Internet recherchiert, was es bei den diversen Restaurants in der Umgebung so Veganes gibt. Wir sind dann einfach ins Olive Garden gegangen, was gleich neben unserem Hotel lag.

Garden-Fresh Salad, Bruschetta aus getrockneten und frischen Tomaten und Breadsticks (die Breadsticks muss man ohne Dipp und ohne alles, also "plain" bestellen)
Capellini Pomodoro

Ich habe eine ganz tolle Seite entdeckt, wo man nachlesen kann, wo man unterwegs veganes Essen bekommen kann und vor allem, welche Restaurantketten und Fast Food Restaurants vegane Gerichte anbieten und was ganz leicht veganisierbar ist. Die Seite heißt www.veganeatingout.com und die Infos über das Olive Garden gab es hier:



Schräg gegenüber vom Hotel war ein Walgreens, eine Art besserer Drogeriemarkt, wo es auch ein paar Lebensmittel gibt. ABER: keine Sojamilch oder ähnliches!

Ich habe mir dann einen grünen Smoothie von Naked und Vitamin Water gekauft, außerdem Twizzlers


Beim Einkaufen fand ich die Accidently Vegan Food List von PETA sehr praktisch und speziell bei Süßigkeiten die Vegan Candy!-Liste von PETAKids.

B12-Cocktail mit Kirschgeschmack und tropische Trockenfrüchte mit Kokosnuss


Tag 3: Morgens erstmal Frühstück im Rosen Inn Orlando. Die wissen leider nicht, was Sojamilch ist. Ohne Witz!!! Ich habe 3 Angestellte dort gefragt und die haben mich angeschaut wie ein Auto! Übrigens hatte keines unserer Hotels in den beinahe 2 Wochen Sojamilch. Wenn ich danach gefragt habe, kam jedes Mal die gleiche Reaktion, einmal habe ich dann sogar fettarme Milch angeboten bekommen... Aber Bagels und Obst und Saft gab es überall. Zum Glück bin ich niemand, der morgens seinen Kaffee braucht und von daher konnte ich auch ohne Sojamilch ganz gut überleben.

Bagels mit Erdnussbuter & Marmelade, außerdem Obst und Tee
Andreas hatte eine Mickey Maus-Waffel und ein Kaffeestückchen (nicht vegan, aber ich musste Euch das zeigen ;) ) Im Frühstücksraum stand das Waffeleisen und man hat sich die dann selbst frisch zubereitet!)
Das Hotel war ansonsten gar nicht mal so schlecht, aber wie gesagt sehr weit außerhalb und für den Pool war absolut keine Zeit



Auf dem Weg nach St. Augustine haben wir kurz an der Rennstrecke Daytona Beach International Speedway angehalten.





Dann ging es nach St. Augustine, die älteste Stadt der USA. Dort haben wir ca. 1 Stunde lang eine Trolley-Tour durch die Altstadt gemacht.





Das älteste Haus der USA
 

Flagler College
 


Wir hatten nach der Trolley Tour noch weitere 3 Stunden zur freien Verfügung. Aber außer alten Häusern gabe es nicht viel zu sehen. Außerdem mussten wir ja was zu Mittag essen. Im Internet habe ich das Manatees Cafe gefunden, ein Cafe mit vielen veganen und sogar glutenfreuen Optionen. Und hey, Manatees!!! Da musste ich unbedingt hin. Es hat ca. 45 Minuten gedauert, ein Taxi in diesem Kaff zu bekommen, das Cafe ist ca. 10 Autominuten vom Touristeninformations-Center entfernt. Bis wir gegessen hatten und wieder zurück waren, waren tatsächlich die 3 Stunden um. Wirklich unfassbar.

Aber das Cafe war absolut supertoll. Wir hatten einen Wrap und einen Schokokuchen. In dem Café hängen lauter Manatee-Bilder an der Wand, das war mein persönliches Highlight des Tages.



 







Veggie Wrap mit Hummus, Tofutti Cream Cheese, Salat, Tomaten, Rotkohl, Karotten, Pilze, Süßkartoffeln, Avocado, Frühlingszwiebeln und Sprossen & blaue Tortilla Chips

Chocolate Tofu Pie

Es gab auch ein kleines Regal mit veganen und glutenfreien Lebensmitteln, u.a. diese Seitenbacher Spätzle. Ich habe die in Deutschland noch nie gesehen :)

Abends wurden wir bei Orlando Premium Outlets "rausgeworfen", einer Outlet Mall. Nicht gerade unser Geschmack, aber wir hatten keine Wahl. Wir mussten dort sage und schreibe 5 Stunden rumbringen bis 22.00 Uhr und somit mussten wir dort auch was zu essen finden. 





Im Food Court gab es u.a. einen Subway, ein Tropical Sensations und ein Five Guys. Bei Tropical Sensations hatte ich ein Sandwich und einen Smoothie.

Bei Tropical Sensations gibt es u.a. Wraps, Sandwiches und Smoothies


Vegetarian Sandwich (ohne Käse und Dressing) & Maui Mango Smoothie mit Mango, Erdbeeren, Banane und Passionsfrucht




Bei Five Guys gibt es ein Veggie Sandwich, das klang auch nicht schlecht. Wir waren aber pappsatt.




Bei Starbucks gibt es kostenloses WIFI und da wir wirklich Probleme hatten, die Zeit in der Mall totzuschlagen, haben wir dort auch noch eingecheckt.

Soy Hazelnut Latte und eine Portion frische Heidelbeeren von Starbucks - was es sonst noch Veganes bei Starbucks zu finden gibt, kann man hier nachlesen: www.peta2.com/lifestyle/surprisingly-vegan-starbucks

Wir kamen erst gegen 22.30 Uhr im Hotel an, das war sooo unnötig! Am Vortag alles schnell, schnell und dann auf einmal 3 Stunden und danach 5 Stunden freie Verfügung an einem Ort, wo es nicht viel zu erleben gab. Und schließlich wussten wir, dass der nächste Tag mit Sicherheit sehr anstrengend wird, denn da ging es in die Themenparks. Da wären wir gerne früher zurück im Hotel gewesen. Jajaja, schon wieder Jammern auf hohem Niveau, ich weiß ;)

Tag 4: Universal Studios Orlando


Zur Auswahl standen an diesem Tag die verschiedenen Disney Parks (Magic Kingdom, Epcot, Disney's Hollywood Studios und Disney's Animal Kingdom) und die Universal Studios Florida oder Universal's Island of Adventure. Das wir 2012 erst im Disneyland Paris waren, wollten wir dieses Mal unbedingt eine Universal Attraktion besuchen, vor allem auf die Simpsons waren wir gespannt. Außerdem habe ich gelesen, dass es bei Disney auch Tiere in Gefangenschaft gibt, bei Epcot z.B. Delphine und Manatees!

Im Internet hatte ich recherchiert, wo man bei Universal was Veganes zu essen bekommt:




Zurück in die Zukunft ;)


Krustyland und The Simpsons Ride


Wir und die Simspons

Ich liebe Krusty und Tingeltangel-Bob!!!


Moe's Taverne




Der Mother Nature Burger klang ziemlich vegan, aber auf Nachfrage hat man mir geantwortet, dass im Patty Ei enthalten ist

Mein Mann konnte aber nicht widerstehen und hat einen Krusty Burger (mit Fleisch) gegessen und einen Flaming Moe getrunken - die Cherry Cola war für mich

Mein Mann war also satt, aber ich hatte noch Hunger. Zum Glück hatte ich mir die Liste aus dem Internet ausgedruckt, wo ich was ohne tierische Zutaten zu essen bekommen konnte.

Das einzige Lokal mit veganem Essen im Parkinneren ist das Finnegan's. Alle anderen sind außerhalb auf der Essensmeile am Parkein- bzw. ausgang (City Walk genannt) oder in einem der Hotels.


Das Finnegan's ist ein sehr schönes, typisches Irish Pub. Ich hätte lieber etwas Gesünderes gegessen als einen Burger, aber als Beilage gab es Obst statt Pommes und das Potato Onion Webb haben wir uns zu zweit geteilt (okay, das war sowas ähnliches wie Pommes ;)). Und der Patty bestand aus Reis und war wirklich megalecker! Ich habe es also nicht bereut.

Potato Onion Webb

Gardenburger
Nachem wir alles abgehakt hatten, was wir sehen und/oder fahren wollten, sind wir dann langsam Richtung Ausgang gelaufen und haben uns bei Margaritaville erstmal ein paar Margaritas bestellt. Lecker! Ich hatte im Internet auch gelesen, dass es dort einen vegetarischen Burger geben soll mit Namen Boca Burger. Auf der Karte habe ich ihn nicht gesehen, aber den kleinen Hinweis gelesen, dass man nach der Veggie Alternative fragen soll. Also habe ich das aus Neugier gemacht. Hunger hatte ich noch nicht wirklich. Unsere Kellnerin war total süß und hat mir mit leuchtenden Augen erzählt, wie toll der Veggie Burger schmecken würde und dass er auch vegan wäre. Also musste ich ihn bestellen, ich hatte keine Wahl ;) Allerdings habe ich ihn mir mit meinem Mann geteilt und statt Pommes o.ä, gab es einen Beilagensalat. Um sicher zu gehen, habe ich mir für den Salat lediglich Öl und Essig bestellt. Die Kellnerin war übrigens sehr bemüht und hat extra nochmal wegen des Brötchens in der Küche nachgefragt. Da dies Milch enthielt, bekam ich den Burger ohne Brötchen. Die nehmen das also sehr genau dort ;) Und ausgereicht hat es allemal, da wir wie gesagt sowieso keinen Hunger hatten.




Der Veggie Burger bei Margaritaville ist vegan (allerdings das Brötchen nicht)



Außerdem waren wir natürlich noch im Hard Rock Cafe, das übrigens das größte der Welt ist. Wir besuchen immer eins, wenn wir die Gelegenheit haben, um Beatles Memorabilia zu bestaunen.



Roots of Rock Room - der Eingang war komplett voll mit Beatles-Zeug
Den Original Cavern Club haben wir ja dieses Jahr bereits im Mai in Liverpool besucht ;)


Und sogar ein Shirt von Justin Timberlake (Was trägt der denn? Größe S??? ;) ) hatten sie dort.



Süß, oder? Ich habe mal gelesen, dass er Vegetarier sei, andererseits hat er aber auch diverse Restaurants mit Südstaatenküche, wo es auch ordentliche Portionen Fleisch gibt. Ich bin mir also nicht so sicher... Absolut legendär: sein Auftritt dieses Jahr bei Saturday Night Live - Did somebody say veg out?


Ein absoltues Muss war allerdings später das Abendessen bei Bob Marley - A Tribute to Freedom. Durch den Margaritaville Burger zwischendurch haben wir nun nur noch jeweils eine kleine Vorspeise gepackt. Das war definitiv das leckerste Essen in den Universal Studios und ich wünschte, wir hätten uns dort durch das vegane Angebot gefuttert, anstelle irgendwo anders was zu essen. Aber wie gesagt, das Restaurant ist am Ausgang gelegen und wir hätten unnötig Zeit daurch verloren.

Hier gibt es die gesamte Karte von Bob Marley - A Tribute to Freedom:

 
Single Veggie Patty with smokey Ketchup and Yucca Fries & Plantains golden fried to perfection topped with shredded Coconut
Die Ting Limo, die ich hatte, ist definitiv vegan - das ist eine preisgekrönte Grapefruit-Limo aus Jamaika
Glücklich und voller neuer Eindrücke (und vor allem viel Essen) sind wir dann total früh eingeschlafen.



Tag 5: Unsere Reisegruppe war bei SeaWorld, wir wollten da natürlich nicht mit. Am ersten Tag hatte die Reiseleiterin gefragt, wer den Film "Blackfish" gesehen hat und wir beiden waren die einzigen, die sich gemeldet haben. Wir hatten bisher zwar nur den Trailer gesehen, wollten aber damit unseren Standpunkt gleich von Anfang an deutlich machen.

Daraufhin hat sie angefangen, ein absolutes Loblied auf SeaWorld zu singen, ohne weiter auf den Film oder die Kritikpunkte einzugehen. SeaWorld rettet verletzte und gestrandete Wale und Delphine, SeaWorld spendet für die Manatees bla bla blubb...

Es stimmt übrigens, SeaWorld Orlando hält rund um die Uhr ein Rettungsteam für Manatees bereit. In der Krankenstation dort wurden bereits über 200 Seekühe, die verwundet oder verwaist waren, gesund gepflegt und wieder ausgewildert werden. Das ist zwar super, aber rechtfertigt trotzdem nicht, intelligente Meeressäuger zu Unterhaltungszwecken zu halten!


Aber die Propaganda hat natürlich super funktioniert und alle anderen aus der Gruppe haben sich dafür angemeldet, bis auf 6. Zwei davon waren nicht gut zu Fuß, zwei weitere haben sich die Show schonmal in LA angesehen und die anderen beiden waren wir. Mmmpf! Man könnte echt meinen, sie bekommt Provision für jedes verkaufte Ticket... (wahrscheinlich ist es auch so). Es gab auch keine Alternative zu SeaWorld, wer sich also nicht intensiv vorher mit dem Thema beschäftigt hat, hat sich verständlicherweise Tickets dafür geholt. Denn Delphine und Wale liebt jeder. Und Blackfish war in Deutschland noch nicht zu sehen.

Also hatten wir bis 15.00 Uhr freie Verfügung. Das war ziemlich blöd, weil da in der Umgebung wirklich nichts Interessantes war und um noch den Disney Park zu besuchen, war die Zeit eindeutig zu knapp. Wir haben also in Ruhe den Koffer gepackt, um 12.00 Uhr ausgecheckt, waren was essen und um 15.00 Uhr wurden wir abgeholt.

Gegessen haben wir im Bahama Breeze (das war einfach schräg gegenüber vom Hotel).



Karte mit alkoholfreien Cocktails, ich hatte den Caribbean Cool Sunrise

House Salad - Fresh greens, Roma tomatoes, cucumber ribbons and pumpkin seeds, tossed with vinaigrette dressing
Sun-Drenched Portobello & Vegetable Sandwich - Grilled Portobello mushroom, caramelized onions, crisp pickle slices, vine-ripened tomato, Bibb lettuce, toasted brioche bun. (ich habe es extra ohne Butter und Käse bestellt und nochmal extra darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, dass keinerlei Ei oder Milchprodukte verwendet werden)

Das Essen im Bahama Breeze war total lecker und von dieser Seite hatte ich die Info, welche Gerichte vegan sind, bzw. welche ganz leicht veganisiert werden können:



Im Hotel gab es außerdem einen kleinen Starbucks. Dort habe ich mir anschließend einen Soy Latte geholt und wir haben die ersten Postkarten für die Daheimgebliebenen geschrieben. Witzigerweise ist das Starbucks genau 2 Meter entfernt von dem Speisesaal, wo man noch nie etwas von Sojamilch gehört hat. Alles klar? Auch Briefmarken gibt es nicht überall in Florida. Das Rosen Inn hatte allerdings einen kleinen Briefmarken-Automat, darum haben wir dort die Postkarten geschrieben, frankiert und auch gleich an der Rezeption abgegeben. Ein Brief oder eine Postkarte international kosten gleichermaßen 1,10 USD. Am Automaten haben wir inklusive Gebühr 1,50 USD jeweils bezahlt.

Dann ging es weiter nach Fort Myers, gewohnt haben wir da für 2 Nächte im Residence Inn Ft. Myers-Sanibel.

Unsere Reisegruppe war gegenüber vom Hotel bei Gatorbites essen. Da gab es u.a. Alligatorfleisch. Also nix für uns ;)




Nur ein paar Meter weiter war ein großer Publix Supermark, wo es Tofurkey und Daiya Cheese gab und vieles, vieles mehr. Wir haben dort "ein bisschen" eingekauft und uns dann Sandwiches gemacht.

Riesige Auswahl an Tofurkey

Tofu-Frischkäse

Milchalternativen

Lecker Coconut Water
Edamame-Salat
Linsensalat
Diverse Sprossen

Aus veganem Frischkäse, Daiya Cheese, Tofurkey und Guacamole wurden leckere Sandwiches
Dazu gab es Quinoasalat, Bulgursalat und Linsensalat
Und diese zauberhaften Halloween-Kekse sind gemäß Zutatenliste auch vegan gewesen

Tag 6: Die Zimmer im Residence Inn in Fort Myers waren wirklich der pure Luxus. Umso enttäuschender, dass das Frühstücksgeschirr und Besteck komplett aus Styropor und Plastik war.

Kellog's Froot Loops sind lt. PETA vegan (aber Kellogs macht leider Tierversuche), die Mandelmilch hatte ich mir bei Publix gekauft

Obst und Saft
Bagels mit Erdnussbutter und Jelly

Dann haben wir uns das Winterdomizol des Erfinders Thomas Alva Edison und das benachbarte Haus von Henry Ford besichtigt. Edison hat im Laufe seines Lebens 1097 Patente angemeldet, darunter z.B. für Glühbirne, Mikrofon und Grammofon.












Moonlight Garden

Gleich nebenan steht das Winterdomizil von Henry Ford. Er und Thomas Edison waren befreundet.








Mittags wurden wir dann zu Fort Myers Beach gefahren, wo wir 4 Stunden lang einfach mal gar nix gemacht haben. Das war mal ganz nett, aber ich kann mit meiner Haut wirklich nicht lange in die Sonne. Zum Glück wurden am Strand Liegen und Sonnenschirme vermietet. Der Preis für 2 Liegen und 1 Sonnenschirm: 21 Dollar - nicht billig, aber okay.




Ich hatte leckeres Coconut Water mit Pfirsich und Mango dabei, um am Strand nicht auszutrocknen

Und ein Eisverkäufer ging am Strand entlang. Diesen Snow Cone habe ich mir zur Abkühlung gegönnt

Anscheinend sind auch Stachelrochen gerne in Fort Myers ;) Darum sollte man lieber mit den Füßen im Sand entlangschlurfen, dann schwimmen sie davon. Wenn man versehentlich auf einen drauftritt, kann man sich selbst auch dabei verletzen, wenn dieser erschrickt

Der Strand und der Pier waren wirklich total schön



Unser Abendessen haben wir wieder bei Publix eingekauft:

Grünkohl
Noch mehr Grünkohl

Dressing mit Mohnsamen

Große Hummus-Auswahl

Wir haben uns für den Spongebob-Hummus entschieden ;)


Es gab einen Salat mit Babyspinat, Babykale uws., außerdem Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Granatapfelkernen und Mohnsamen-Dressing, dazu einen Smoothie aus Obst und Gemüse (hat lecker nach Kirschen geschmeckt)

Tag 7:  Frühmorgens um 07.00 Uhr war Abfahrt Richtung Key West, wo wir gegen 13.00 Uhr angekommen sind.  Darum haben wir unsere Reste auf dem Zimmer gefrühstückt.

Obstsalat, Toast-Bagels mit Tofufrischkäse und ein grüner Smoothie
Die Fahrt hat knapp 6 Stunden gedauert und ging über 42 Brücken. In Key West haben wir dann eine Trolley-Tour gemacht, um möglichst viel von der Insel zu sehen.





Überall auf Key West sieht man Hühner frei rumlaufen. Warum überquert das Huhn die Straße? Na, um auf die andere Seite rüber zu kommen!
 

Das Haus von Earnest Hemingway, leider haben wir es nur im Vorbeifahren gesehen.
 

Der südlichste Punkt auf dem amerikanischen Festland - Hawaii ist noch viel südlicher ;) Leider hatten wir nur ein paar Minuten, um zu fotografieren und es steht immer eine lange Schlange von Touristen davor, um das zu fotografieren.
Wir durften nur kurz aussteigen, um zu fotografieren. Leider war keine Zeit, ein wenig den Strand zu genießen. Laut unserer Reiseleiterin gibt es auf Key West sowieso keinen Strand, nur ein kleines Strändchen. Whaaaaaaat? Dieses "Strändchen" war einfach ein Traum und fast komplett menschenleer, da wären wir gerne länger geblieben.






Mittagessen im The Cafe, das ist nicht weit weg vom Hard Rock Cafe und hat ein paar tolle vegetarische und vegane Gerichte auf der Karte:

 




Hausgemachte Limonade

'Veggie' Veggie Burger mit Hülsenfrüchten, Karotte, Brokkoli, Pilzen, Frühlingszwiebeln und Sonnenblumenkernen

Veganer Key Lime Pie


Mir war vor allem wichtig, einen veganen Key Lime Pie zu probieren. Und ich habe einfach bei Kristin von Will Travel for Vegan Food nachgefragt. Sie hat mir total schnell geantwortet und vorgeschlagen, dass ich es mal im The Cafe versuchen soll. Die haben dort ständig wechselnde Desserts und ich hatte Glück. Ich war total happy.

Nach dem Essen und der Trolley Tour ging es kurz ins Hotel zum Einchecken. Aber 20 Minuten später ging es schon wieder weiter zum Hafen, denn wir hatten eine Sunset Cruise gebucht. Ein paar Tage vorher wurde auf Winterzeit umgestellt und weil es nun schon so früh dunkel wurde, wurde die Fahrt mit dem Katamaran nämlich auf 17.00 Uhr vorgelegt anstelle von 18.00 Uhr, wie im Sommer üblich. Also Hektik, Hektik, Hektik!


Essen und trinken war inklusive, also habe ich mich an den eiskalten Margaritas erfreut. Mmmmmmh, man gönnt sich ja sonst nichts
Bei der ganzen Hektik konnte ich mir natürlich unterwegs nichts mehr zu essen organisieren. Zum Glück gab es Rohkost an Bord. Das war dann zumindest eine kleine Grundlage für die Cocktails
 
 

Setzt die Segel! Dem Sonnenuntergang entgegen!





Auf Key West leuchtet die Sonne am hellsten, bevor sie untergeht. Leider war es zu wolkig, um die Sonne untergehen zu sehen. Aber es ist dennoch atemberaubend schön gewesen.

Hemingways Lieblingsbar Sloppy Joe's

In diesem Hotel haben wir übernachtet: Double Tree Grand Key Resort (nicht weit weg von dem "Strändchen")

 

Blödes Aquarium in der Eingangshalle
Gar nicht blöd war allerdings das kostenlose Eiswasser in der Lobby mit Orangen oder Zitronen
Und das Frühstück mit Blick auf den Pool war auch ein Traum, es gab mal wieder Obst und zur Auswahl standen auch noch Bagels, Marmelade und Erdnussbutter



Tag 8: Der letzte Tag begann mit der Rückfahrt nach Miami mit kurzem Halt in den Everglades. Dort haben wir mit dem Propellerboot eine Fahrt durch die Everglades gemacht.













Der erste Alligator, leider hat er sich etwas versteckt









Wir haben echt eine super Kamera, allerdings keine High-Tech Spiegelreflex-Kamera wie meine Kollegin Petra - die ganz nahen Bilder von den Alligatoren hat sie mir zur Verfügung gestellt




Beim Hinauslaufen lag da auf einmal nur ein paar Meter von uns weg ein wilder Alligator!!!

Leider gehörte zu der Tour auch eine kleine Show hinterher mit ein paar Alligatoren in Gefangenschaft. Zum Glück hat da nur einer ein bisschen was über die Tiere erzählt und sie dabei mit Hühnerteilen gefüttert. Er hat sie also nicht geärgert und sie mussten auch keine Kunststücke machen oder sowas. Meine Kolleginnen Steffi und Petra waren 2012 gemeinsam in Florida auf einer Sprachreise (und waren so nett und haben mir ihre Bilder auf CD gebrannt, so dasss ich einige hier auf dem Blog einfließen lassen konnte) und haben mir erzählt, dass sie in so einem Park waren und da hätten ihnen die Tiere voll leid getan und u.a. hätten einige die Schnauze zugebunden gehabt. Das war alles nicht der Fall, wo wir waren.

Danach konnte man sich für ein kleines Trinkgeld mit einem Baby-Alligator fotografieren lassen. Darauf haben wir verzichtet, auch die ganze Show war unnötig. Einfach nur schade, dass die Tiere in Gefangenschaft leben müssen. Und das alles nur, damit Touristen sie sich aus der Nähe anschauen können. Dabei ist es doch in der freien Wildbahn viel interessanter.


Auch bei dem Baby-Alligator war die Schnauze nicht zugebunden. Trotzdem hat er mir einfach nur leid getan.




Riesige, wunderschöne Bananenpalme
Und dann kam etwas, was mich total geärgert und traurig gemacht hat. Beim Hinausgehen sind wir durch eine Art Zoo gelaufen. Dort waren mehrere Arten von Krokodilen und Alligatpren zu sehen. Einige hatten sehr kleine Gehege, andere hatten sehr viel Platz. Aber eigentlich waren wir gekommen, um Florida-Alligatoren in freier Wildbahn zu sehen und nicht Krokodile aus Kuba oder Asien in Gefangenschaft.

Wer das alles nicht unterstützen will, sollte auf eine Everglades-Bootstour verzichten, denn das ist Teil eines jeden solchen Parks dort. Wir haben es gemacht, weil der Eintritt zur Rundreise dazu gehört hat und die Tickets bereits bezahlt waren. Und von dem Zoo haben wir erst erfahren, als wir auf dem Weg nach draußen dort durchlaufen mussten.














Zum Mittagessen wurden wir mal wieder in einer Mall abgesetzt (langsam fand ich das echt ärgerlich). Und die Mall of the Americas war total schäbig, nur ein paar Nippes-Geschäfte und einige Geschäfte waren sogar leergestanden.




Wir haben uns für kubanische Essen entschieden: Reis mit Bohnen und dazu Kürbis und Mango Juice
Es gab dort noch einen Saft und Smoothie-Stand
 

Nachmittags kamen wir dann endlich in Miami an und haben in das letzte Hotel der Rundreise eingecheckt: das Newport Beachside Hotel & Resort. Wir hatten echtes Glück mit unserem Zimmer, ein paar andere aus der Gruppe hatten Zimmer mit Schimmel im Bad, kaputten Fenstern oder maroder Couch. Aber bei uns war alles supi. Empfehlen würde ich das Hotel aber nicht, da es sehr weit nördlich gelegen ist und das mit den Zimmern anscheinend echt Glückssache war. Wir haben erfahren, dass das Hotel gerade renoviert wird und einige der Zimmer sind deshalb etwas neuer und andere schäbig und heruntergekommen.

Auch in diesem Hotel gab es Eiswasser mit Zitrusfrüchten in der Lobby
Leider standen in der Lobby auch ein paar Vogelkäfige. Ausgerechnet dort, wo sich die meisten Leute tummeln und es wirklich sehr laut ist :(

Der Strand des Hotels war allerdings klasse!





 




 




Abends ging es wieder weiter, wir hatten eine Stadrundfahrt gebucht. Leider haben wir davon nicht viel mitbekommen, da es angefangen hat zu schütten wie verrückt und außerdem waren wir echt müde. Der Tag war megalang.

Zum Abendessen wurden wir mal wieder in einer Mall abgesetzt. Aber dieses Mal war es wirklich eine schöne, nämlich die Bayside Marketplace mit Blick aufs Wasser, vielen tollen Geschäften, einer Daiquiri Bar und dem Hard Rock Café Miami. Aber nach veganem Essen mussten wir echt eine Weile suchen. Doch dann haben wir entdeckt, dass es bei Hamburguesa einen veganen Burger gibt.




Ich habe den Burger mit zusätzlich Avocado bestellt und Süßkartoffel-Pommes

Der Getreide-Patty war echt lecker, die Pommes aber leider sehr fad.
So sieht die Bayside Mall tagsüber aus, wirklich supertoll (danke an meine Kollegin Steffi für das Foto)


Bis wir wieder im Hotel waren, war es nach 23.00 Uhr. Obwohl die Rundreise superinteressant war und wir viele tolle Orte gesehen haben, waren wir dann doch wirklich froh, endlich mal wieder alleine zu sein und selbst bestimmen konnten was wir machen und wann wir es machen. Allerdings haben wir auch 2 sehr nette Mädels aus Hamburg kennengelernt, mit denen es immer sehr lustig war. Mit denen hätten wir uns gerne nochmal getroffen, aber in den nächsten Tagen hat es dann leider nicht mehr geklappt. Nächstes Jahr sind wir für ein paar Tage in Hamburg, vielleicht ergibt es sich ja dann. Das würde uns sehr freuen!!!


Tag 9: Falls sich doch mal jemand ins Newport Beachside Hotel & Resort verirren sollte, für den poste ich nun noch ein paar Bilder vom Frühstück.


Nach einer Woche hingen mir aber irgendwann die Bagels und die Erdbussbutter aus dem Hals raus ;)

Und nochmal der geniale Strand bei Tag.








So entspannt wie wir uns die nächsten Tage alleine in Miami vorgestellt hatten, wurde es dann leider doch nicht. Aber so etwas buche ich sehr gerne als wertvolle Erfahrung ab. Denn ändern kann man es im Nachhinein nicht.



Wir haben vormittags in North Beach ausgecheckt und sind mit dem Taxi zu unserem Folgehotel Ocean Five Hotel am Ocean Drive in South Beach gefahren. Dort hatten wir 4 Übernachtungen gebucht, ganz brav sogar über unser Reisebüro.



Das Ocean Five Hotel liegt ein paar Meter von dem ganzen Trubel, den Bars, Restaurants usw. entfernt, aber dennoch ist man in 2-3 Minuten genau dort wo das Leben tobt. Und für die ausgezeichnete Lage war es sogar recht günstig. Ein Arbeitskollege von mir war im Sommer dort gewesen und hatte es mir empfohlen. Als wir dort ankamen, mussten wir aber erfahren, dass keine Reservierung von uns vorliegt und außerdem gar kein Zimmer mehr frei sei. Ich sage Euch, ich stand kurz vor dem Herzkasper!!! Ich hatte ja eine Buchungsbestätigung von Meier’s Weltreisen, aber die half mir in diesem Moment reichlich wenig. Es war Samstag Mittag, in Deutschland war es bereits Abend und so konnten wir nicht im Reisebüro anrufen. Die örtliche Vertretung hatte da natürlich auch geschlossen. Außerdem gab es ja so oder so kein freies Zimmer, also standen wir da.



Zum Glück war der Concierge Andy sehr nett und durch seine ruhige Art hat er mich davon abgehalten, komplett auszuflippen ;) Er hat uns erstmal beruhigt und uns angeboten, ganz in Ruhe in der klimatisierten Lobby am PC ein Hotel für die Nacht rauszusuchen und am nächsten Tag dürften wir dann wieder kommen, denn für die 3 folgenden Nächte hätte er dann wieder ein Zimmer für uns. Gesagt, getan. Über Booking.com haben wir uns ein Zimmer gesucht, das in der Nähe sein sollte (um nicht noch mehr Zeit zu verlieren), aber auch bezahlbar sein musste. Denn im ersten Moment mussten wir das Hotel natürlich bezahlen und dann hinterher beim Reiseveranstalter wieder zurückfordern.



Weil es Samstag war, konnten wir nicht wählerisch sein und haben das günstigste Angebot in South Beach genommen. Das Hotel hieß Geneva Hotel. Wir sind mit dem Taxi gefahren, da wir ja unser ganzes Gepäck dabei hatten. Das Hotel sah schon von außen megaschäbig und heruntergekommen aus. Und von innen war es nicht besser. Wir hätten erst um 15.00 Uhr regulär einchecken können, aber um 14.00 Uhr sollten wir bereits am Ocean Five Hotel für eine Tour abgeholt werden, das hatten wir vorab gebucht. Für einen Aufpreis von 30,00 USD bekamen wir dann ein anderes Zimmer, was schon früher zur Verfügung stand. Insgesamt hat uns der Spaß dann 186,- USD gekostet. Auf die „Qualität“ des Zimmers gehe ich später ein – aber so viel schonmal vorab: sie war nicht vorhanden!



Daraufhin sind wir erstmal ganz entspannt essen gegangen, denn Aufregen hilft ja nix und wir hatten vorerst ein Plätzchen zum Schlafen sicher. Zwischen dem Geneva Hotel in der Collins Avenue und dem Ocean Five Hotel liegt ungefähr auf halber Strecke das Serafina, das zum Dream South Beach Hotel gehört. Über Google Maps habe ich diesen Laden gefunden. Es gibt dort z.B. Tofu Scramble zum Frühstück und frisch gepresste Säfte. Ansonsten ist das ein ganz normales Restaurant, aber auf der Karte steht auch ein Veggie Burger mit einem Patty aus Quinoa, Vollkornreis und schwarze Bohnen. Ich hatte von Deutschland aus schriftlich bei denen nachgefragt, ob dieser frei von tierischen Produkten wie Milchprodukte oder Ei ist (Honig habe ich von vornherein selbst ausgeschlossen bei einem Burger-Patty) und bekam eine sehr liebe Mail zurück, dass der Burger keine tierischen Zutaten enthält und vegan ist. Diesen Burger haben wir dann zu Mittag gegessen und er war wirklich sehr lecker. Dazu hatte ich einen leckeren Grapefruitsaft (frisch gepresst und Bio). Unsere Bedienung war supernett und wir haben sehr schön draußen auf der Terrasse gesessen. Das hat uns etwas entschädigt für den kleinen Schock wegen des Hotels.













Nach dem Essen sind wir dann zum Ocean Five Hotel gelaufen und wurden wie geplant abgeholt für unsere Tour. Und die hatte es in sich! Wir hatten eine Miami Movie Tour gebucht, was für uns als Filmfreaks ein absolutes Muss war. Was wir nicht wussten: es war eine private Tour in einem SUV, wir hatten Getränke und Knabberkram inklusive und einen sehr netten Guide.


Zuerst sind wir den Ocean Drive entlang gefahren und haben diverse Art Deco Hotels bestaunt. Am Ocean Drive wurden sehr viele Szenen für bekannte Filme geshootet.



Um nur einige zu nennen:



The Carlisle aus dem Film "The Birdcage" mit Robin Williams, Gene Hackman und Calista Flockhart (aka Ally McBeal)

Wer kennt nicht den legendären Film Scarface mit Al Pacino? Am 728 Ocean Drive wurde die berühmte Duschszene gedreht, wo Al Pacino zusehen muss, wie einer seiner Freunde in der Badewanne mit der Kettensäge zerteilt wird. In diesem Clip sieht man die runden Badezimmerfenster. Heute sind diese Fenster mit blauen Halbkugeln abgedeckt. Seht Ihr sie? Später befreit sich Toni Montana und erschießt einen Mann auf der Straße genau vor dem Beacon Hotel.


Könnt Ihr die blauen Halbkugeln sehen? Hier wurde Filmgeschichte geschrieben!

 

Das Cardozo Hotel hat einen Auftritt in Verrückt nach Mary. In dem Hotel hat Ted (gespielt von Ben Stiller) sich vor seinem Rendezvous mit Mary (gespielt von Cameron Diaz) nochmal schnell im Badezimmer "erleichtert". Ich sage nur Haargel!!! Außerdem das Cardozo einen Auftritt in dem Film "A Hole in the Head" mit Frank Sinatra.


Cardozo Hotel
Die Bar des Clevelander sieht man in einer Szene von "The Specialist"
  
Ace Ventura, der tierische Detektiv - diesen Film fand ich immer zum Schreien komisch. Was ich aber mittlerweile echt zum Schreien finde, ist, dass für den Film so viele echte Tiere verwendet wurden. Und dass die Aussage "No Animals were harmed in the Making of this Movie" nicht viel wert ist, habe ich gerade erst kürzlich gelesen. Auch für den Film Ace Ventura sollen Tiere zu Schaden gekommen sein :(


The Tides, bekannt aus der Anfangsszene von Ace Ventura
 


Die berühmte Versace Villa liegt auch am Ocean Drive, genauer gesagt 1116 Ocean Drive. Gerade wurde sie für sensationaelle 41,5 Millionen USD versteigert.

Am 15. Juli 1997 wurde Gianni Versace auf der Treppe vor seiner Villa erschossen

Weiter ging es vorbei an weiteren Art Deco Hotels. Ein bisschen kommt man sich vor wie auf einer Zeitreise mit den historischen Gebäuden und den alten Schlitten.


 

Dann fuhren wir zu weiteren Locations wie z.B.



Nikki Beach aus dem Film Step Up: Miami Heat
Pearl Nightclub aus 2 Fast 2 Furious (gehört zu Nikki Beach)


Danach waren wir im legendären Fontainebleau Hotel. Hier wurden schon etliche Filme gedreht, u.a. Bodyguard, Goldfinger, The Specialist und auch eine Szene für Scarface.

Das 1954 eröffnete Hotel ist das größte in Miami und auch eines der bekanntesten. Hier gingen schon viele der "ganz Großen" ein und aus, in den 50er und 60er Jahren galt es als Inbegriff für Luxus und mondänes Leben. Elvis, Frank Sinatra und Jerry Lewis, sie alle waren dort. Es wurde 2008 sogar in das National Register of Historic Places eingetragen.

Hier einige Videos über das Fontainebleu:

www.youtube.com/watch?v=hV2k7KifLsc
www.youtube.com/watch?v=DC3YkLWmd7A


Die Pool-Landschaft wurde schon mehrfach renoviert und komplett verändert, in älteren Filmen sieht dieser Bereich also ganz anders aus
Dort ganz oben stand Kevin Costner im Film "The Bodyguard"




In einer Szene in "The Specialist" tritt Sharon Stone aus einem dieser Fahrstühle
Das Hotel bietet seinen Gästen natürlich auch mehrere Restaurats, eines davon ist das Vida. Auf der Frühstückskarte steht z.B. ein veganer Wrap!









Dann haben wir noch Drehorte von Bad Boys und Pain and Gain gesehen.


Fitnesstudio aus Pain and Gain


Übrigens wird CSI Miami in Kalifornien gedreht, nur die Luftaufnahmen stammen aus Miami. Und erinnert Ihr Euch an meine Dexter Cupcakes? Auch Dexter wurde nur teilweise in Miami aufgenommen wie z.B. Episide 1 der 1. Staffel, der Rest wurde in Kalifornien gedreht. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass wir im Seven Seas Motel waren, wo in der 1. Folge der 1. Staffel die Leiche des ersten Opfers des Ice Truck Killers im Pool gefunden wird und Dexters Schwester Debra undercover als Prostituierte verkleidet. Es ist komplett neu gestrichen worden und sieht daher gar nicht mehr aus wie in der Serie, aber cool fand ich es trotzdem.


Seven Seas Motel, 5940 Biscayne Boulevard, Miami, FL 33137
In Zimer 105 hat Debra gewohnt während ihren Undercover-Ermittlungen (damals war das Motel noch rosa und die Türen türkis)
In diesem Pool wird in der 1. Episode der 1. Staffel von Dexter das Opfer des Ice Truck Killers gefunden



Auswahl an Filmen und Serien, die in Miami spielen und/oder gedreht wurden:

Filme:

  • Scarface
  • Miami Vice 
  • Bad Boys I + II
  • The Specialist (mit Sharon Stone, Sylvester Stallone und dem tollen Eric Roberts - Bruder von Julia Roberts und Vegetarier)
  • Blow (Johnny Depp und Penelope Cruz)
  • Goldfinger
  • Drop Zone
  • Meet the Fockers
  • Romeo und Julia
  • The Bird Cage
  • Transporter 2
  • Ace Ventura
  • 2 Fast 2 Furious (RIP, Paul Walker!)
  • Verrückt nach Mary
  • Donnie Brasco
  • An jedem verdammten Sonntag (Originaltitel: "Any given Sunday" mit u.a. Cameron Diaz, Al Pacino, Dennis Quaid, Jamie Foxx, LL Cool J und Charlton Heston)
  • Hallo, Page! (Originaltitel: "The Bellboy" mit Jerry Lewis)
  • A Hole in the head (mit Frank Sinatra)
Serien:
  • Dexter
  • CSI: Miami
  • The Glades
  • Nip/Tuck
  • Burn Notice

Am Abend sind wir dann in die Lincoln Road gelaufen, eine Fußgängermeile mit vielen Geschäften und Restaurants. Sie befindet sich zwischen der Alton Road und der Washington Avenue. U.a. habe ich einen LUSH gesehen und neben einem Restaurant mit Thaifood und Sushi hat uns auch noch ein italienisches Ristorante angesprochen, das sehr schön beleuchtet war. Dort gab es für mich einen Salat und Spaghetti mit Tomatensoße. Das Essen war zwar nix Besonderes, aber wir haben sehr schön gesessen. Generell ist dieses Eck von Miami sehr schön im mediterranen Stil gehalten. Die Restaurants sind nicht wirklich günstig, aber nicht so teuer wie am Ocean Drive.


LUSH in der Licoln Road
De Luca Food & Wine
Wir haben uns für das Restaurant entschieden, weil es so hübsch romantisch aussah
 


De Luca's Salad mit Champagner Vinaigrette
Spaghetti Al Pomodoro


Nach dieser tollen Movie Tour und dem romantischen Essen ging es wieder zurück in unser "Not-Hotel", das wir zumindest für eine Nacht beziehen mussten.



Bei Nacht sieht es gar nicht so schlimm aus, wenn es so hübsch angeleuchtet ist. Aber das war es!



Ich habe ja mal erzählt, dass ich für einen entspannten Urlaub ein paar Mindestanforderungen habe und das ist ein Badezimmer und ein einigermaßen sauberes Bett zum Schlafen. Ich denke nicht, dass ich da besonders verwöhnt bin oder so. Wahrscheinlich kann ich mich glücklich zählen, aber dieses Hotelzimmer war das Schlimmste, was ich bis dahin erlebt habe. 












Das Bad war alt und versifft, in einer Wand war ein Loch. Und aus dem Klo ist Wasser ausgelaufen. Als ich geduscht habe, hat auf einmal der Boiler ganz laute Geräusche gemacht und die Mischamatur hat sich selbstständig gemacht und in der Wand gedreht. Ich wäre vor Schreck fast aus der Dusche gehüpft! Das Bett war schmuddelig, aber okay. Ich habe nachts aber sehr unruhig geschlafen und ganz wirres Zeug geträumt. Die ganze Nacht war es total laut, da hat ständig jemand rumgebrüllt und es wurden Türen geknallt. Voll die Randale. Als wir das Hotel morgend bei Zeiten verlassen haben, haben wir sogar Blut im Flur entdeckt. Also alles in allem war das echt nicht lustig dort. Ich war soooo froh, als wir da raus waren! Ich kann „leider“ auch das Frühstück nicht beurteilen, da wir einfach nur weg wollten.



Wir waren wieder im Serafina, dieses Mal haben wir den Tofu Scramble bestellt. Dazu wurden ein paar Breakfast Potatoes und Toast serviert. Zusätzlich habe ich mir noch einen frischgepressten Orangen-Karotten-Saft bestellt und später noch einen Obstsalat und Tee. Die entzückende Bedienung hat uns sofort wieder erkannt und wusste noch, dass wir am Vortag den Veggie Burger hatten.




Tofu Scramble und Orangen-Karottensaft
Danach noch ein kleiner Obstsalat und Tee
Ich kann das Serafina wirklich uneingeschränkt empfehlen. Außerdem ist man relativ schnell zu Fuß (in ca. 10 Minuten) am Strand. Leider ist das DreamSouth Beach Hotel echt arschteuer, aber schaut Euch mal die Bilder unter diesem Link an, das ist der Hammer!

Aber mit dem Ocean Five Hotel waren wir auch supizufrieden. Unser Zimmer war groß, die Betten bequem, wir hatten einen riesigen Schrank, eine Küchenecke mit einem megamäßigen Kühlschrank und ein tolles Bad. Und wir waren echt happy, endlich in unserem letzten Hotel für diese Reise angekommen zu sein. Endlich nicht mehr aus dem Koffer leben und endlich ein wenig zur Ruhe kommen. Nach dem Einchecken sind wir gleich weitergedüst, um unseren Mietwagen abzuholen. Wir hatten ein Cabrio gebucht, aber man konnte sich vorher nicht aussuchen, was wir für ein Cabrio es sein soll. Darum hatten wir uns für die günstigste Variante entschieden und darauf gehofft, dass man vor Ort noch upgraden kann. Und so war es auch. Wir hatten uns einen roten Ford Mustang gewünscht und wir bekamen den letzten angeboten, den sie noch dastehen hatten. Aber mal ganz ehrlich: das hatten wir uns aber auch verdient nach dem ganzen Kuddelmuddel mit der verpatzten Hotelbuchung ;) Es hat nochmal ein „bisschen“ Aufpreis gekostet, aber das war es uns wert.





Mit dem roten Pferdchen sind wir dann als nächstes zu BunnieCakes galoppiert, diesen süßen Laden kannte ich von Instagram. Ich war darauf gestoßen, als ich nach dem Hashtag #veganmiami gesucht hatte. Die vegane Bäckerei bietet eine tolle Auswahl an veganen Cupcakes und Mini-Cupcakes, jede Sorte ist zusätzlich auch noch glutenfrei erhältlich. Ein paar herzhafte Kleinigkeiten gibt es auch. Was ist süßer, der Laden oder die Cupcakes? schwer zu sagen.



Linda im Cupcake-Himmel
 





Wir haben uns ein Empanada und einen Cheese Ball geteilt, dazu gab es Kombucha
Außerdem mussten es unbedingt ein paar Cupcakes sein, wir haben uns ein kleines Six Pack einpacken lassen für unterwegs
Von links nach rechts: Key Lime, Banana Chocolate Chip, Red Velvet, Coconut, Chocolate und Cinnamon Sugar
Okay, einen habe ich gleich probieren müssen, Red Velvet. Nomnomnomnomnom :P

Es fühlte sich toll an, endlich wieder mobil zu sein und ich war ganz wild darauf, ein paar vegane Läden auszuprobieren. Das BunnieCakes war der Anfang und zum Mittagessen ging es dann zum Choices Café. Dort haben wir leckere und gesunde Wraps gefuttert und uns einen grünen Smoothie geteilt. Megageil! So ein Café sollte es überall geben!!!



Green Diner Smoothie (Apfel, Grünkohl, Spinat, Ingwer und Zitrone), Chicken Homie Wrap (paniertes Sojahühnchen, Frühlingszwiebeln, Zucchini, Daiya Cheese, Chipotle Sauce und Spinat) für mich und VA's Insane Mexican Wrap (mit Soja-Chorizo, schwarzen Bohnen, Quinoa, Pico de Gallo, Kochbanane, Frühlingszwiebeln, Paprika und Daiya Cheese)
Vollgefuttert und wirklich glücklich sind wir dann mit „unserem“ Cabrio nach Ft Lauderdale gefahren, das ca. 30 km nördlich von Miami liegt. Dort haben wir den Strand genossen. Zum Glück hat die Sonne nachmittags nicht mehr so geknallt, aber zur Sicherheit habe ich trotzdem die ganze Zeit unter dem Schirm gelegen. Am Strand entlang stehen überall Schilder, dass dort während der Saison (von März bis Oktober) Sea Turtles ihre Eier ablegen. Wir haben das leider verpasst, aber meine beiden Kolleginnen Steffi und Petra waren im Sommer 2012 in Fort Lauderdale und haben mir diese beiden Fotos zur Verfügung gestellt:







Ft Lauderdale wird auch das Venedig Amerikas genannt, weil es von Kanälen und Wasserstraßen durchzogen ist. Leider haben wir davon nicht viel gesehen. Aber ein halber Tag ist vielleicht auch wirklich etwas zu kurz um sich eine Stadt anzuschauen. Dank Steffi und Petra habe ich auch hier zwei Bilder für Euch:






Wir haben uns auf den Strand beschränkt und für abends hatte ich einen Tisch im Sublime Restaurant reserviert, denn mein Mann und ich hatten unseren 9. Jahrestag. In diesem Restaurant waren schon einige berühmte Leute, auch Paul McCartney. Yeah, yeah, yeah!








Ich hatte mir in Miami eine neue Tasche von Billabong gleistet
 
 
Das Sublime ist wirklich toll, sehr stilvoll eingerichtet mit einem Wasserfall an der Wand und das Essen war auch ein Traum. Wir mussten auch unbedingt noch Kuchen bestellen. Diesen haben wir aber nicht mehr gepackt und wir haben ihn uns fürs Frühstück einpacken lassen. Einfach ein rundum perfekter Tag mit Tofu Scramble, einem roten Ford Mustang, veganen Cupcakes, Strand und einem romantischen Ausklang in einem schicken Restaurant!






Zu trinken gab es leckere Sublime-ade
Leider war es sehr dunkel, aber man sieht den Wasserfall an der Wand, oder?
Gruß aus der Küche: Polenta-Basilikum-Ecken
Vorspeisen: Mach 'n' Cheese und Silders (das sind Mini-Burger)
Sublime Picatta (Gardein Steak, Kartoffelbrei, Spinat und Zitronen Kapernsauce)

So sieht eine glückliche Linda nach dem Essen aus ;)


Am nächsten Tag gab es zum Frühstück erstmal den Kuchen vom Sublime. H - A - Doppel M - E - R!


Chocolate Nirvana (Schokoladenkuchen mit Kahlua-Buttercremeund dunkler Schokoglasur)
Pumpkin Cheesecake

Danach erstmal Zuckerschock ;) und wir wollten unbedingt mit dem Auto nach Ft Myers fahren, eine Strecke von ca. 2,5 Stunden. Denn dort gibt es einen Park, in dem man in den Wintermonaten Manatees sehen kann! *Schnappatmung*

Der Park heißt Lee County Manatee Park.


Wenn jemand Interesse an einer Patenschaft hat, wendet sich am besten an www.savethemanatee.org


Ich bin seit diesem Jahr offiziell Pate einer Seekuh namens Lilly. Die sanften Riesen ziehen sich in den kalten Wintermonaten aus dem Meer in die etwas wärmeren Flussarme zurück. Es werden sogar Ausflüge angeboten, wo man mit Manatees schwimmen kann. Die einen sind mehr, die anderen weniger rücksichtsvoll. Einige Ausflüge finden in sehr kleinen Gruppen statt und es wird sehr genau darauf geachtet, dass die Seekühe nicht belästigt werden (also kein Anfassen o.ä., lediglich neben ihnen hertreiben oder schwimmen ist erlaubt). Bei anderen sind die Gruppen so groß, dass man nicht so genau überwachen kann, dass alle sich an die Regeln halten und respektvoll mit den friedlichen Meeressäugern umgehen. Vielleicht täusche ich mich da, aber ich wollte es einfach nicht riskieren.



Es war einer meiner größten Wünsche, einmal eine Seekuh live während unseres Florida-Urlaubs zu sehen. Natürlich in freier Wildbahn und nicht in SeaWorld!!! Die Seekühe sind eine gefährdete Art und wenn sie sich belästigt fühlen, besteht die Gefahr, dass sie einen bestimmten Ort im Winter nicht mehr anschwimmen und versuchen im Meer zu überwintern, wo sie dann erfrieren. Darum habe ich mich gegen einen Swim with the Manatees-Ausflug entschieden. Ich habe im Internet recherchiert und herausgefunden, dass man Manatees in freier Wildbahn an diesen Orten beobachten kann:






Der Manatee Park in Ft Myers ist einer dieser Orte und man kann sie dort auch beobachten ohne zu ihnen ins Wasser zu gehen, man kann aber auch mit dem Kanu an ihnen vorbei paddeln. Alle anderen Locations sind weiter nördlich und darum noch weiter von Miami entfernt. Darum wollte ich unbedingt nach Ft Myers. Doch kaum waren wir losgefahren, standen wir im Stau. Nachts hatte es einen schweren Unfall gegeben und die Turnpike Autobahn war in eine Richtung komplett gesperrt. Nach 3,5 Stunde Stau und dem Versuch, den Stau zu umfahren (was kläglich gescheitert ist), sind wir wieder nach Miami zurückgefahren, genauer gesagt nach Coral Gables. In Coral Gables leben viele Wohlhabende, die Häuser sind im spanischen Stil erbaut. Ich hatte gelesen, dass man auch hier im Kanal evtl. mit viel Glück Manatees sehen könnte. Doch leider hatten wir dieses Glück nicht. Aber wir sind in Coral Gables umhergefahren und dort ist es wirklich sehr schön.









Achtung, Wildlife!



Sowas habe ich noch nie vorher gesehen: Achtung, Enten überqueren die Straße ;)

Mittags waren wir in Coral Gables im La Vie en Raw, das Café wird von einer Italienerin geführt und bietet vegane und rohvegane Gerichte an. Mittlerweile hat es sich umbenannt und heißt Veganaroma Organic Cafe.









Stuffed Mushrooms
Bruschetta
Hawaiana Pizza und Vita Verde Juice
Rohe Cinnamon Roll und Chocolate Roll

Danach sind wir zum Hotel zurückgefahren und waren in South Beach am Strand spazieren. Ich war zwar ziemlich traurig wegen der entgangenen Chance, Manatees zu sehen, aber das Meer hat immer eine beruhigende Wirkung auf mich. Ich hatte vorher gehört, der Strand in Miami sei gar nicht so toll und ich stehe ja eigentlich auch mehr auf kleine süße Buchten als auf kilometerlange Strände mit tausenden von Menschen, aber Miami Beach hat mich wirklich begeistern können. Das Wasser hat eine tolle Farbe und die bunten Häuschen der Rettungsschwimmer sind einfach ein Augenschmeichler. Ich habe den Strand auch nicht als überlaufen empfunden, da er einfach riesig war und sich dadurch eher alles VERlaufen hat. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen.


 




Außerdem haben wir noch das Wholefoods in South Beach ausgecheckt.




  





Zu Abend gegessen haben wir dann gleich nebenan bei GO-GO fresh food café. Dort gibt es einen tollen veganen Salat. Mein Mann hatte den Veggie Burger, der allerdings "nur" vegetarisch war. Aber ich bin trotzdem sehr stolz auf ihn, weil er in Florida fast ausschließlich vegetarisch und vegan gegessen hat. Nur 2-mal in den 2 Wochen hat er Fleisch gegessen und das waren immer lokale Delikatessen wie z.B. Cuban Sandwich (im Rezept-Teil habe ich übrigens versucht, das vegan nachzubauen).
















Vegan Salad (Spinat, Sesam-Tofu, Tomaten, Edamame, roten Zwiebeln, Sellerie, Sonneblumenkernen und Karotten-Ingwer-Dressing)
Das Essen war sehr lecker und es war super, dass das Einweggeschirr aus Pappe war. Aber leider waren die Trinkbecher trotzdem aus Plastik.

Auch, wenn wir keine Manatees gesehen haben, haben wir trotzdem einen tollen Tag gehabt, uns Coral Gables angeschaut, haben supergesund gegessen, waren am Strand und haben bei Wholefoods geshoppt.


Das Fresh on Fifth ist fast direkt neben dem Ocean Five Hotel, dort gibt es Falafel, Hummus, Sandwiches, Salate, Obstsalat, Säfte und Smoothies und außerdem vegane Kekse!
 


Hummus, gefüllte Weinblätter und Obstsalat
 




Der Ocean Drive bei Nacht
Unsere Wholefoods-Beute, fast nur Gesundes ;) (und 2 Kekse aus dem Fresh on Fifth)
Toller Lipgloss und Lip Balm von alba BOTANICA (Liebe Grüße an dieser Stelle an Dany von Once Upon A Cream!)

Am letzten Tag mussten wir morgens unseren Mietwagen zurückbringen. Für diesen Tag hatten wir rein gar nichts geplant außer zu relaxen. Der Tag fing auch eher spärlich an mit einem sehr mickrigen Frühstück im Ocean Five Hotel. Das ist aber wirklich das einzige Manko an dem Hotel gewesen. Und da nebenan das Fresh on Fifth ist, war das nicht sehr dramatisch.



Dann sind wir zum Strand gelaufen. Zwei Liegen mit einem Sonnenschirm kosten übrigens ca. 50,- USD! Aber da wir das nur einmal gemacht haben, war es ausnahmsweise okay. Außerdem war uns ja klar, dass Miami nicht gerade eine Billigmeile ist.


Noch mehr schöne bunte Art Deco Hotels

Die Bars am Ocean Drive locken alle mit raffinierten, megagroßen Cocktails
 
 



 







Dieses Zeug ist wirklich megalecker - ich glaube ich habe verschiedene Sorten in Mannheim bei Basic gesehen. Memo an mich selbst: Kaufen, kaufen, kaufen!

Zwischendurch haben wir den Strandtag dann mal unterbrochen zum Mittagessen und für die Suche nach Souvenirs. Ich hatte einen Falafel-Teller bei Fresh on Fifth.

Falafel, gefüllte Weinblätter, Taboule, Hummus, Pitabrot und Smoothie aus Traubensaft, Erdbeeren und Pfirsich

Wir waren dann in einigen Souvenir-Shops, aber da hat uns nichts so wirklich gefallen. Besonders abstoßend fand ich die Tatsache, dass auch tote Alligatoren und Haie angeboten wurden. Bäh!


Knapp 20,- USD ist also ein Alligatorleben wert???
 

Dieses Strand-Shirt musste ich allerdings unbedingt haben! Kennt Ihr die Folge "Atlantic City" von How I Met Your Mother? In Folge 8 der 2. Staffel trägt Robin Scherbatsky ein solches Bikini-Shirt, als Marshall und Lily heiraten wollen und mit ihren Freunden gemeinsam nach Atlantic City durchbrennen. Natürlich darf niemand besser gekleidet sein als die Braut, darum kauft sich Robin dieses hässliche Shirt ;) Ich liebe es!!!


Ein paar Veggie Chips hatten wir uns als Beach-Snack noch besorgt

Nachmittags haben wir den Strand dann verlassen, um keinen Sonnenbrand zu riskieren. Außerdem wollten wir ein wenig im klimatisierten Zimmer abkühlen, bevor wir uns für unser Date für den letzten Abend in Miami fertig machen.

Darauf hatte ich sehr lange gewartet: endlich mal Jennifer kennelernen, die seit 2010 in Miami Beach wohnt. Ich bin 2012 auf sie aufmerksam geworden, als sie einen Gastbeitrag für Deutschland is(s)t vegan über Miami geschrieben hat. Und auch für meinen Blog hat sie bereits einen Gastbeitrag geschrieben. Dafür hatte sie Kristin von Will Travel for Vegan Food interviewt.

Wir waren zusammen bei Hakin, sein Restaurant heißt "Vegetarian Restaurant", das Essen hier ist aber komplett vegan.


Es gibt viele Säfte und Smoothies zur Auswahl
 



Jamaican Veggie Patty mit Ackee
Vegan Philly Cheese Steak Sandwich
Rohvegane Zimtrollen und 2 Cupcakes: Red Velvet und Vanilla

Danke für den lustigen Abend, Jen! Nächstes Mal sehen wir uns hoffentlich, wenn Du mal wieder im Pott zu Besuch bist.

Am Abreisetag waren wir bis mittags auf unserem Zimmer und haben in Ruhe gepackt. Als Frühstück hatten wir noch die Cupcakes und Zimtrollen von Hakin. Um 12.00 haben wir dann ausgecheckt  und wurden zum Flughafen gebracht. Wir wären gerne noch 1-2 Tage länger geblieben, aber es hat sowieso geschüttet wie aus Eimern und darum hätten wir eh nicht viel machen können.

Schon witzig, wie unterschiedlich Menschen sind. Eine Bekannte, die schon öfter in Florida war meinte "Was wollt Ihr denn 4 Tage lang in Miami? Da gibt es nix zu sehen außer Strand und Art Deco."Und dabei hat uns gerade Miami sehr fasziniert. Schweren Herzens sind wir zum Flughafen aufgebrochen.

Warten auf den Shuttle Bus zum Flughafen mit Keks-Verpflegung

Wir hatten uns gedacht, dass man in Miami am Flughafen bestimmt ganz toll shoppen oder irgendwo gut essen gehen kann. Aber der Miami International Airport hat da leider nicht viel zu bieten.

Bei Earl of Sandwich hatte ich ein Veggie Sandwich ohne Dressing und ohne Käse
Hier hatte ich gelesen, dass das Brot vegan ist und daher das Sandwich leicht zu veganisieren ist
Dann gab es noch einen Obstsalat und einen Smoothie bei Starbucks
Der Himmel hat geweint, weil wir abgereist sind
Das vegane Bordmenü von Lufthansa auf dem Rückflug
Reis mit Kichererbsen und Brokkoli, dazu Salat, etwas Obst, ein Brötchen und ein Cracker
Sowohl die Margarine als auch das Salatdressing enthielten Milchbestandteile, darum habe ich Margarine und Brötchen links liegen lassen (wer weiß, was im Brötchen drin war)
Das war das angeblich vegane Dressing mit "Nonfat dry Milk", das Dressing meines Mannes war rein pflanzlich laut Zutatenliste und da haben wir einfach getauscht. Es ist aber für mich unverständlich, warum das vegane Menü ein anderes Dressing enthält, das dann nicht vegan ist.
Das Frühstück kurz vor dem Landeanflug in Frankfurt. Leider wieder mit der gleichen Margarine, also habe ich sowohl Brötchen als auch Margarine wieder nicht gegessen.

Der Rückflug war für mich der absolute Horror, da wir extreme Turbulenzen hatten und meine Notfall-Tropfen waren auch leer (wobei ich bezweifeln möchte, dass die mir geholfen hätten). Ich bin wirklich froh, dass wir frühestens in einem Jahr wieder fliegen werden. 

Wegen des Essens auf dem Rückflug habe ich der Lufthansa übrigens eine sehr freundliche Mail geschrieben, sie wollten es entsprechend weitergeben. Ist ja toll, dass sie vegane Verpflegung anbieten, aber wenn man sich nicht darauf verlassen kann, ist es halt gleich weniger toll. Und wenn ich gegen Milch allergisch wäre, wäre das auch nicht besonders lustig gewesen.

Bei der  Ankunft am Frankfurter Flughafen sind wir auf dem Weg zu den Gleisen an einem Scoom vorbei gekommen. Dort gab es Couscous, Bulgur und Obstsalat, außerdem noch einen Wrap mit Humus. Es war gerade niemand da, den ich hätte fragen können, ob der vegan ist. Aber ich hatte eh keinen Hunger und wir mussten zum Zug. Wenn Ihr aber mal dort seid und Hunger habt, schaut dort unbedingt vorbei!





Apropos Flug: ich bin in 2012 und 2013 jeweils einmal geflogen und beide Flüge habe ich bei atmosfair kompensiert. So ein Flug verursacht nämlich ganz schön viel CO2. :(


Zuhause habe ich mir online den Film Blackfish bestellt (bei einem eBay-Verkäufer aus England) und ihn mir dann vor Kurzem mit einer Tasse Glühwein reingezogen. Ich finde ihn sehr gut recherchiert, es kommen einige ehemalige SeaWorld-Trainer zu Wort, man erfährt, dass viel häufiger "Unfälle" passieren und diese totgeschwiegen werden und vor allem warum es absolut nicht verwunderlich ist, dass Orcas in Gefangenschaft verhaltensauffällig sind. Einfach nur traurig, was der Mensch den Tieren so antut.


Ich habe nun Meier's Weltreisen eine e-Mail geschrieben, dass ich es sehr schlimm finde, dass sie Ausflüge zu SeaWorld überhaupt anbieten und darüber hinaus auf unserer Rundreise nicht mal eine Alternative angeboten haben. Ich habe auf den Film verwiesen und wie grausam das Ausnutzen von Tieren für Unterhaltung ist, vor allem unter den Haltungsbedingungen in viel zu kleinen Becken, wie es bei SeaWorld der Fall ist. Die absolute Höhe ist übrigens, dass der Wal Tilikum, der 2010 seine Trainerin Dawn Branchaeu getötet hat (und vor ihr bereits 2 andere Menschen) weiterhin in SeaWorld Orlando auftritt! Eben darum, weil es um Einnahmen in Millionenhöhe geht. Außerdem werden weiterhin mit seinem Sperma neue Wale für die Unterhaltungsindustrie gezüchtet. Total krank ist das.

So, das war es ansonsten von unserem Florida-Urlaub. Nochmal zusammengefasst: sehr schön, aber bei Weitem nicht so viele Möglichkeiten als Veganer wie beispielsweise New York oder Kalifornien. Im Süden ticken die Uhren langsamer. Darum auch besser einen Wagen mieten und alles selbstständig erkunden anstelle einer Bus-Rundreise. Und trotz veganer Verpflegung im Flieger schadet es nicht, ein paar Riegelchen, Nüsse usw. einstecken zu haben. Nur so zur Sicherheit. Und es ist eher förderlich, wenn man auf Erdnussbutter steht ;)

Nun folgen noch ein paar hilfreiche Links, u.a. auch ein paar Petitionen zum Thema SeaWorld - und natürlich wie immer ein kleiner Rezept-Teil.

SeaWorld, Inc.: Humanely release the Orca whale known as Tilikum to a seapen for rehab:
www.change.org/petitions/seaworld-inc-humanely-release-the-orca-whale-known-as-tilikum-to-a-seapen-for-rehab
 
Ask Sea World to release their Orcas and dolphins to ocean sanctuaries: www.change.org/petitions/ask-sea-world-to-release-their-orcas-and-dolphins-to-ocean-sanctuaries 

Help Animals Imprisoned by SeaWorld:
www.secure.peta.org/site/Advocacy?cmd=display&page=UserAction&id=2945


Florida Rezepte: 

Caesar Salad mit Tempeh “Bacon”



Zutaten für 4 Portionen:
·         4 Stück Mini Romanasalat
·         3 Tomaten

Für das Dressing:
·         1 gehäufter EL Mandelmus
·         1 EL Agavensirup
·         2 EL Zitronensaft
·         1 EL Senf
·         1 kleine Zwiebel
·         1 Zehe Knoblauch
·         1 EL Sojasauce
·         1 EL Würzhefeflocken
·         Salz und Pfeffer

Für den Tempeh „Bacon“
·         200g Tempeh
·         1 EL Liquid Smoke
·         1 EL Sojasauce

Für die Croutons:
·         3 Scheiben Toastbrot
·         Etwas Olivenöl

Den Salat waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Tomate ebenfalls kleinschneiden und beides zusammen in eine Salatschüssel werfen. Danach wird das Dressing angerührt, am besten in einem Blender oder mit Hilfe eines Pürrierstabes. Zuerst wird die Zwiebel und der Knoblauch kleingemust, danach kommen die restlichen Zutaten hinzu, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Wer das Dressing cremiger mag, kann noch etwas Öl hinzugeben, wem es zu fest ist, der kann etwas Wasser oder Sojamilch hinzufügen.

Nun das Dressing über den Salat geben, alles gut vermischen und anschließend den Tempeh Bacon und die Croutons zubereiten. Der Tempeh wird kleingewürfelt und in etwas Öl kross angebraten, zum Schluss löscht man mit Sojasauce und Liquid Smoke ab. Ist die Flüssigkeit verdampft, ist der Tempeh fertig und kann zum Salat gegeben werden. Nochmal den Salat ordentlich durchmischen. Das Toastbrot wird ebenfalls gewürfelt und in etwas Öl angeröstet, diese gibt man dann zum Schluss über den fertigen Salat.


Falscher Hähnchensalat Florida mit Cantaloupe Melone, Heidelbeeren und Kokoschips



Für den Hähnchensalat habe ich mich grob an das Rezept von Björn Moschinksi gehalten, habe dann aber statt Mandarinen, Champignons usw. Melonenwürfel, Blaubeeren udn Kokos-Chips drangemacht. Schmeckt herrlich frisch, vor allem im Sommer! 


Südstaaten Burger: No Chicken im Knuspermantel und Pfirsich-Tomaten-Chutney


Zutaten für 4 Personen:
  • 2 Soja Big Steaks
  • Cornflakes
  • etwas Mehl
  • Salz, Pfeffer und Paprika zum Würzen
  • 4 große Burger-Brötchen
  • ein paar Salatblätter zum Belegen

Für das Chutney:
  • 2 Pfirsiche 
  • Tomaten 
  • 1 kleine rote Zwiebel 
  • 75 ml Byodo Weißweinessig 
  • 2 EL Rohrohrzucker 
  • Salz und Pfeffer 
  • etwas Curry nach Geschmack 
  • etwas Kurkuma nach Geschmack 
  • 1 EL Konfitura Geliermittel von BIOVEGAN 
  • 1 Spritzer Tabasco nach Belieben

Pfirsiche mit heißem Wasser übergießen und anschließend die Haut abziehen. Dann die Pfirsiche würfeln, die Tomaten ebenfalls und auf die Seite stellen.

Danach die Zwiebel klein würfeln, in etwas Öl anbraten und mit dem Rohrohrzucker karamellisieren lassen. Anschließend die gewürfelten Pfirsiche und Tomaten hinzugeben, mit etwas Salz, Pfeffer, Curry und Kurkuma würzen, evtl. einen Spritzer Tabasco hinzugeben und mit Essig aufgießen. Konfitura unterrühren und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend in ein Marmeladenglas füllen und abkühlen lassen

Die Soja Big Steaks in etwas Brühe einweichen lassen, dann die Flüssigkeit ausdrücken. Die Big Steaks kann man nun leicht in der Mitte durchschneiden, so dass man 4 gleichgroße Stücke hat. Diese würzt man mit Salz, Pfeffer und Paprika.

Nun in einer flachen Schüssel etwas Mehl mit Wasser zu einer pfannkuchenteigartigen Masse verrühren, dieser Brei dient als Ei-Ersatz. Für den besseren Geschmack kann man auch hier hinein noch etwas Gewürze geben. In einer weiteren Schüssel verteilt man die Cornflakes und zerbröselt sie grob mit den Händen. Danach werden die Steaks zuerst durch den Mehlbrei gezogen und anschließend in die Schüssel mit den Cornflakes gedrückt. Die Steaks sollten gut mit den Cornflakes bedeckt sein und die Panade von allen Seiten angedrückt werden. Nun kann man die Steaks von beiden Seiten in etwas Öl anbraten, bis sie knusprig sind und leicht angebräunt.

Zum Schluss kann man den Burger belegen mit Salat, dem Knuspersteak und dem Chutney.

Süßkartoffel-Auflauf mit Marshmallows


Zutaten für 4 Personen:

  • 2 große Süßkartoffeln (jeweils ca. 700g)  Salz, Pfeffer und Muskatnuss
  • 100 ml Mandeldrink (oder ein anderer Pflanzendrink)
  • 100g Alsan
  • 1 Packung (283g) Chicago Vegan Foods Dandies Vegan Marshmallows (gibt es z.B. bei www.alles-vegetarisch.de – normale Marshmallows enthalten leider Gelatine)
Die Süßkartoffeln schälen und würfeln. Danach für ca. 15 Minuten in Salzwasser kochen. Anschließend zusammen mit Mandeldrink, Alsan und Gewürzen zu Pürree vearbeiten. Das Pürree in eine Auflaufform füllen und mit veganen Marshmallows bedecken. Die Masse ungefähr für 15-20 Minuten bei 180 Grad gratinieren lassen, bis die Marshmallows angebräunt sind.


Corn Fritters - herzhafte Maisküchlein



Zutaten für 4 Personen: 

  • 1 Dose Mais (425g)
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • ½ rote Paprika
  • 150g Mehl
  • 3-4 EL Seidentofu 
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 100 ml Mineralwasser
  • 2 EL Würzhefeflocken
  • Salz, Chayennepfeffer, Kreuzkümmel und Chilipulver zum Würzen
Zuerst aus Mehl, Seidentofu, Natron, Backpulver, Zitronensaft und Mineralwasser einen glatten Teig anrühren. Danach nach Belieben würzen und anschließend den abgetropften Mais, die kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln und die geschnippelte rote Paprika dazu geben. Die Küchlein werden in heißem Fett ca. 5 Minuten von jeder Seite angebraten, bis sie goldbraun sind.

Dazu als Dipp servieren: Soyananda Sour Cream mit etwas Zitronensaft verrühren und mit Chilipulver bestreuen. Fertig.


Key Lime Pie

Mein Key Lime Pie-Rezept findet Ihr hier.
www.veltenbummler.blogspot.de/2013/04/florida-key-lime-pie.html





Cuban Sandwich

Durch die vielen in Miami lebenden Kubaner ist die kubanische Küche sehr stark in der lokalen Küche verwurzelt. Man spricht auch von Floribbean Food (eine Mischung aus Florida und karibisch). Ein Besipiel dafür ist das Cuban Sandwich, das eigentlich mit fettigem Schweinefleisch und Käse belegt und mit Butter und Mayo bestrichen wird. Da ist also so ziemlich alles drauf, was es an tieruschen Produkten so gibt :/


Zutaten für die vegane Variante:
Erst das Baguette gemäß Packungsbeschreibung aufbacken, dann aufschneiden, mit Alsan und Mayo bestreichen, dann großzügig mit der Vurst belegen und zum Schluss den Käse drauf legen. Dann nochmal kurz in den Ofen geben, bis der Wilmersburger weich ist. Zum Schluss noch schön platt drücken (z.B. mit Hilfe einer Pfanne) und genießen.

Key West Mock Chicken

Ein typisches Gericht von den Florida Keys: Hühnchen in Limette-Marinade - geht auch ganz leicht vegan ;) Als Vorbild diente dieses Rezept.

Zutaten:
Die Zutaten für die Sauce vermischen und dann die Veggie Hähnchenstücke darin mindestens eine halbe Stunde lang marinieren. Anschließend grillen oder in einer Grillpfanne anbraten. Dazu Reis servieren und mit Limetten servieren. Schmeckt sehr lecker und frisch, ein tolles Gericht bei heißem Wetter.

Soja Asado mit Gallo Pinto und Sofrito

Zutaten:
  • Soja Medaillons, z.B. von Vantastic Foods (ca. 25 Stück)
  • Gemüsebrühe
  • Sojasauce
  • 4 Knoblauchzehen (gehackt)
  • 1 Chilischote (Kerne entfernt und kleingehackt)
  • 1/2 TL brauner Zucker
  • Saft von 3 Limetten
  • 1 TL gemahlener Kumin 
  • Meersalz und gemahlener schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
  • etwas Olivenöl
  • 1 Hand voll Koriandergrün, gehackt (wenn man mag, ich habe es weggelassen)
Zuerst die Medaillons wie gewohnt in Gemüsebrühe und Sojasauce einweichen, danach ausdrücken. Die Marinade aus den restlichen Zutaten herstellen und die Medaillons für ein paar Stunden darin einlegen (am besten im Kühlschrank). Danach auf den Grill legen.


Am besten mit Gallo Pinto servieren (Reis mit Bohnen), z.B. nach dem Rezept von Vegan Guerilla. Ich habe lediglich etwas rote und grüne Paprika hinzugefügt. Dazu dann noch Sofrito Tomatensoße und ein leckerer Cuba Libre. Mmmmmmh!

Sofrito

Zutaten für die Tomatensoße:


  • 1 Dose stückige geschälte Tomaten
  • 1 grüne Paprika
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 1 TL süßes Paprikapulver
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • etwas Olivenöl
Grüne Paprika, Zwiebel und Knoblauch würfeln und im Olivenöl anbraten, dann mit den Tomaten aus der Dose ablöschen und würzen. Ein paar Minuten schmoren lassen und fertig.

Cuba Libre



Rezpt von der Havana-Club Homepage:
www.havana-club.com/de/de/rezepte-cocktail/kubanischer-klassiker/de/cuba-libre

Ginger Ale



Schonmal Ginger Ale selbst gemacht? Total easy und genialst lecker!!!
Rezept: www.kuechengoetter.de/rezepte/verschiedenes/Ginger-Ale