Dienstag, 23. April 2013

Blogger schenken Lesefreude


Es ist mal wieder Zeit für ein Gewinnspiel!

Heute, am 23. April ist der Welttag des Buches und anlässlich dessen haben sich zwei Bloggerinnen (Die Geschichtenagentin und Pudelmützes Bücherwelten) eine tolle Aktion ausgedacht:

Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren einfach diesen Beitrag. Verlost werden die Bücher am 30. April.

Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern – wir Blogger, wir Leser, wir Buch-Fans!

Wer mehr über die Aktion wissen möchte, z.B. welche Blogs sich noch daran beteiligen und was man dort gewinnen kann, der schaut einfach mal auf der Facebook-Seite vorbei: 
www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude


Ich habe mir gedacht, dass ich am besten zu dieser Aktion zwei Reiseführer beisteuere. So haben vielleicht auch Nicht-Veganer Interesse, bei dem Gewinnspiel mitzumachen.

Ich werde die beiden folgenden Bücher für Euch in den Topf werfen:

- Marco Polo Reiseführer Las Vegas 
- Marco Polo Reiseführer Washington D.C.



Ihr könnt gewinnen, indem Ihr diesen Beitrag hier in irgendeiner Form kommentiert (mit Angabe Eurer e-Mail Adresse bitte!), Ihr könnt auch dazu schreiben, welchen Reiseführer von beiden Ihr gerne haben wollt. Dann kann ich das evtl. berücksichtigen, wenn Ihr gewinnt.

Der "Einsendeschluss" ist dann quasi der 29.04.2013 um 24.00 und am 30.04.2013 gebe ich die beiden Gewinner bekannt.

Viel Glück!


Nachtrag 30.04.2013:

Der Anahmeschluss endete heute nacht um Mitternacht und Fortuna hat ihre Wahl getroffen: Laura und Karo sind die glücklichen Gewinnerinnen! Laura bekommt den Washington-Reiseführer und der Reiseführer für Las Vegas geht an Karo.



Herzlichen Glückwunsch, Ihr beiden und an alle anderen herzlichen Dank fürs Mitmachen!

Sonntag, 21. April 2013

Mexican Vegan Food: Tamales und Hibiskus Margarita

An dieser Stelle einen mehr als großen Knutscher Richtung Hannover zu Lena von A Very Vegan Life! :-*


Wir lieben beide mexikanisches Essen (siehe Burrito Contest, bei dem ich letztes Jahr mit einem meiner Rezepte den 3. Platz gemacht habe) und außerdem haben wir uns schon das ein oder andere Tauschpaket hin- und hergeschickt. Letzte Woche bekam ich wieder mal eins von ihr. U.a. waren darin getrocknete Hibiskusblüten, mexikanische Gewürze und außerdem getrocknete Maisblätter für Tamales.

Wir wollen nächstes Jahr nach Mexiko fliegen, sie hat mir also einen riesigen Gefallen mit diesen Zutaten getan! So kann ich wieder neue Sachen ausprobieren und mich gleichzeitig auf den überüberüberübernächsten Urlaub freuen ;) 

Hier sind meine Rezepte für Euch:

Tamales


Man kann die Tamales mit verschiedenen Füllungen zubereiten. Ich habe mich für eine aus Sojahack, Chilibohnen, Paprika, Tomaten und Zucchini entschieden.

Zuallererst werden die getrockneten Maisblätter in kochendem Wasser ca. 1 Stunde eingeweicht. Die Blätter sollten alle unter Wasser sein, deshalb am besten noch mit einer Schüssel und einem Teller beschweren.


In der Zwischenzeit die Füllung und den Teig vorbereiten.

Für die Füllung:

  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 rote Paprika 
  • eine Hand voll Kirschtomaten
  • 1 Dose Chilibohnen
  • 2 Hand voll Sojaschnetzel


Zwiebel klein hacken, zusammen mit der klein geschnittenen Zucchini, der roten Paprika und der gepressten Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anbraten.Anschließend die klein geschnittenen Tomaten, die Bohnen und die Sojaschnetzel hinzugeben. Mit etwas Wasser ablöschen und mit Chili-Gewürzmischung würzen (z.B. von Fuego). Danach pürieren und beiseite stellen.

Für die "Masa" (Teig):

  • 400g Maismehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Öl
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 10 – 12 getrocknete Maisblätter
  • Vorbereitete Füllung
Maismehl mit Backpulver, Öl und Gemüsebrühe zu einer Teigkugel verkneten. Am besten nicht gleich die ganze Brühe unterrühren, lieber nach und nach, sonst wird der Teig zu weich.


 

Wenn die Maisblätter weich genug sind, zuerst eine kleine Kugel Teig darauf verstreichen, anschließend ca. 2 EL Füllung darauf geben. Ich habe noch etwas Wilmersburger Pizzaschmelz dazu gegeben. Einfach nur so, weil ich Bock hatte.

Dann werden die Tamales mit Hilfe des Maisblattes zusammengerollt und unten umgeklappt. Oben bindet man sie mit einem Bändchen zu. Dafür eignet sich hervorragend ein schmaler Streifen aus einem Maisblatt, das lässt sich ganz leicht abreißen.

Anschließend werden die Tamales für 1 Stunde dampfgegart. Wieder einmal bin ich sehr froh, meinen Thermomix zu haben, denn mit dem kann man auch dämpfen. Nach 1 Stunde wickelt man die Blätter ab und legt die leckeren Röllchen auf einen Teller. Dazu serviert man Salsasauce.

Kasmir fand wohl den Geruch so lecker, dass er sich eines der Maisblätter aus dem Müll gefischt hat und genüsslich daran geschnuppert und geleckt hat ;)






So ungefähr sehen die Tamales dann von innen aus
Alles in allem ist das eine zeitwendige Angelegenheit, allerdings hat das Rollen der Tamales auch etwas sehr Meditatives. Man darf sich eigentlich nichts anderes vornehmen, weil man mindestens die eine Stunde braucht zum Einweichen der Blätter und anschließend eine weitere zum Dämpfen. Zwischendurch noch das Rollen, also ein Sonntag wie heute ist dafür perfekt.


Sojasteaks mit Limetten-Tequila-Sauce und Mexiko-Reis

 

Zutaten (für ca. 4 Personen):
  • 4 Soja Big Steaks
  • Gemüsebrühe
  • Rauchsalz
  • Gewürz Scharfmacher von Sonnentor
  • Tequila
  • Limettensaft
  • Agavensirup
  • brauner Soßenbinder, z.B. von Biovegan
  • 500g Reis
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 rote Paprika
  • 1 Dose Mais
  • 1 Dose Chilibohnen


Die Big Steaks in Gemüsebrühe einweichen und anschließend ausdrücken. Dann mit Scharfmacher Gewürz und Rauchsalz würzen und in Olivenöl anbraten.

Wenn die Steaks fertig sind, aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen. Etwas Tequila und Limettensaft (jeweils ca. 2-3 EL) in den "Bratensaft" geben und etwas reduzieren lassen. Anschließend ca. 250 ml Gemüsebrühe und ein bisschen Agavensirup dazu geben, mit braunem Soßenbinder abbinden und eindicken lassen.

Den Reis kochen. Die Zwiebel und die Paprika klein schneiden und anbraten, den Reis dazu geben und anschließend Mais und Bohnen dazu schütten. Alles zusammen mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß würzen und noch ca. 5 Minuten in der Pfanne dünsten.

Alles zusammen servieren, die Soße über die Steaks geben und genießen. 

Champurado (Maisschokolade)

Champurado ist eine dickflüssige heiße Schokolade mit Maismehl. Eine leckere Süßigkeit für nach dem Essen.

Das Rezept dazu habe ich hier gefunden. Statt Milch habe ich Mandelmiclh verwendet und statt Zucker Agavensirup.



Anschließend ist Cocktail-Time. Typisch für Mexiko sind die süffigen Margaritas.

Classic Margarita
  • 4 cl Tequila
  • 2 cl Orangenlikör (z.B. Triple Sec)
  • 2 cl Zitronen- oder Limettensaft 
  • Eiswürfel

Margarita-Gläser am oberen Rand in etwas Zitronen- oder Limettensaft tauchen, anschließend in Salz für den obligatorischen Salzrand. Dann alle Zutaten zusammen mit etwas Eis in einem Shaker schütteln und in das vorbereitete Glas geben.

Neben dem Mai Tai, den ich auf Hawaii kennen und lieben gelernt habe, ist der Margarita mein Lieblings-Cocktail (und das, obwohl ich eigentlich gar keinen Tequila mag!).

Hibiskus Margarita



Dies ist eine sehr leckere Abwandlung des Rezepts. Für den Hibiskus Margarita muss man zunächst einen Sirup einkochen. Und das geht so:

Zutaten für den Hibiskus-Sirup:
  • 1 Tasse getrocknete Hibiskusblüten (das war genau die Menge, die ich an Blüten hatte)
  • 1/2 Tasse Zucker
Zunächst das Wasser erhitzen, dann die Blüten und den Zucker hinzugeben und das Ganze ca. 1 Stunde lang einkochen lassen. Den Sirup dann durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.  




Zutaten für die Margaritas:
  • 4 cl Tequila
  • 2 cl Orangenlikör
  • 2 cl Limettensaft
  • 1 Schuss Hibiscus Sirup
  • Eiswürfel
Genauso zubereiten wie den Classic Margarita inkl. Salzrand für das Glas und anschließend genießen.

Blutorangen Margarita

Eine weitere Variante ist der Margarita mit Blutorangensaft.

 

Zutaten:
  • 4 cl Tequila
  • 2 cl Orangenlikör
  • 2 cl Limettensaft
  • 3 cl Blutorangensaft (von Dennree, der ist vegan)
  • etwas Agavensirup zum Süßen
Zubereitung ebenfalls wie beim Classic Margarita, aber für den Slazrand habe ich Blutorangensaft verwendet.


So, das war's für heute. Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende. Weitere Mexiko-Rezepte werden diese Woche auf Lena's Blog A Very Vegan Life folgen.


Viva la Mexico!
 

Samstag, 20. April 2013

10 Dinge, die man auf Reisen lernt

Reisen sind das beste Mittel zur Selbstbildung.
Karl Julius Weber (1767-1832)

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Und genauso lernen wir eben im Laufe des Lebens immer wieder neu dazu, auch über uns selbst. Man lernt andere Kulturen kennen, fremde Menschen und neue Geschmäcker. Man kommt selten als der gleiche Mensch zurück, der man vorher war.

Heute gibt es von mir einen weiteren Beitrag aus der Reihe "10 Dinge", dieses Mal 10 Dinge, die man auf Reisen lernt. Das spiegelt natrlich nur meine subjektive Sichtweise wider. Es würde mich allerdings sehr freuen, wenn auch Ihr Euch in dem ein oder anderen Punkt wiederfindet. Viel Spaß beim Lesen!

Hier meine Top Ten der Dinge, die man auf Reisen lernt. Auch hier gilt wie beim letzten Mal: die Reihenfolge ist willkürlich gewählt ;)

1. Stelle Dich Deinen Ängsten:
Ich habe z.B. gelernt, meine Flugangst zu überwinden. Weil ich nicht auf das Reisen in ferne Länder verzichten wollte, habe ich eines Tages beschlossen, mich nicht mehr so zu stressen und mich dahingehend etwas lockerer zu machen. Das kann man auch auf andere Ängste beziehen, so ist es vielleicht für andere Menschen schwierig, in ein Land zu fahren, in dem sie zuvor noch nie waren und in dem sie die Sprache nicht verstehen. Ein absoluter Albtraum: irgendwo im Nirgendwo zu stehen, niemand versteht einen und man kann selbst nicht mal die Schilder lesen.



Durch häufiges unterwegs sein lernt man zu vertrauen, selbstbewusst aufzutreten, offen andere Menschen anzusprechen und sich eben einfach durchzu"wurschteln".

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor,
Vergessenheit aller häuslichen Sorgen,
und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter,
schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.
Adolf Freiherr v. Knigge (1752 - 1796)


2. Organisation:
Für den Urlaub muss einiges organisiert werden, da wäre zum einen die Zeitplanung (wann machen wir was?), sodass man auch wirklich alles unter einen Hut bekommt. Der Koffer muss auch gepackt werden (schwieriger als die Frage, was ich unbedingt einpacken muss, finde ich immer die Frage, was ich vielleicht NICHT notwendigerweise brauche, ich packe eigentlich immer viel zu viel ein). Auch der Umgang mit Geld will gelernt sein, gerade beim Hotel oder der Anreise kann man sparen. 

Übernachtung: Statt in einem Hotel kann man z.B. in einer Ferienwohnung unterkommen, man bucht Airbnb oder man macht Couchsurfing. Je nach Budget. Bei wem es unbedingt ein Hotel sein muss, für den lohnt sich aber auch auf jeden Fall ein Preisvergleich. In New York hatten wir ein sehr zentrales Hotel und das Glück, dass ich auf ein Sommerangebot aufmerksam geworden war. Wir haben die Übernachtung so 20% günstiger bekommen. Hätten wir nicht ganz so zentral gewohnt, hätten wir vielleicht noch etwas mehr sparen können, hätten dafür aber immer etwas längere Wege zurückzulegen gehabt. Da heißt es Abwägen.

Anreise: Letztes Jahr sind wir mit dem Auto nach Paris gefahren. Auch daraus haben wir gelernt: Zug oder Flug wären um einiges günstiger gewesen! Fliegen versuche ich ja bei so kurzen Strecken auf jeden Fall zu vermeiden, denn wenn man noch die Anreise zum Flughafen, die Aufgabe des Gepäcks und hinterher das Warten auf selbiges mitzählt, hat man nicht wirklich Zeit eingespart, dafür aber umso mehr die Umwelt belastet. Wir hatten uns gegen Zugfahrt entschieden, weil wir dachten, dass 2 Zugtickets teurer seien als das Benzin für die Reise nach Paris, aber inklusive Maut und Parkgebühren war dann im Endeffekt das Auto doch teurer. Und glaubt mir: Auto fahren in Paris ist nicht wirklich lustig. Ich habe zwar den berühmt berüchtigten Kreisverkehr am Triumphbogen mehrfach gemeistert, aber ich kann mir wirklich Schöneres vorstellen. Man ist zwar mit PKW vor Ort flexibler, aber in einer Großstadt wie Paris steht einem auch ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz zur Verfügung. Auch hier muss man wieder abwägen.

Unterwegs nach Paris - Bon Voyage!
Weitere Kosten: Ein Blick in die Reisekasse verrät, ob man vor Ort noch große Sprünge machen kann oder nicht. Manchmal ist es vielleicht verlockend, vor Ort das Ganze Geld für Souvenirs und Klamotten auszugeben, aber evtl. braucht man noch ein bisschen was für Essen oder die Fahrt zum Flughafen? Deshalb buche ich Ausflüge und Transport immer schon von zuhause aus, dann muss ich mir darüber keine Gedanken mehr machen. Wir können dann unsere Zeit besser einteilen und wir wissen, was wir vor Ort noch ausgeben können.


Mietwagen: Klar kann man sich am Flughafen oder Bahnhof im Ausland ganz leicht einen Mietwagen besorgen. Aber z.B. ist es in den USA teurer, vor Ort ein Auto zu mieten, als wenn man das vorab von Deutschland aus gebucht hat. Das mag auch auf andere Länder zutreffen, also Augen auf beim Mietwagen!

Unser Jeep auf Oahu

Aber: man muss sich davon frei machen, alles kontrollieren zu wollen. Manche Dinge kann man einfach nicht planen. Doch am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende! Einige Dinge passieren einfach. Und wie der Maler Bob Ross immer gesagt hat: „We don’t make mistakes here, just happy little accidents“.

Reisen sollte nur ein Mensch,
der sich ständig überraschen lassen will.
Oskar Maria Graf (1894-1967)

 

3. Entspannung: 
Dürfen VeganerInnen Hummeln im Hintern haben? Ich habe jedenfalls selten Ruhe, muss immer irgendwas anstellen. Ständig habe ich zu tun und bin unterwegs. Im Urlaub muss ich mich immer wieder ermahnen, auch mal langsam zu machen. Oder mein Mann tut es. Zwar könnte ich mir einen reinen Entpsannungsurlaub nicht so wirklich vorstellen, aber man muss eben einen guten Mix zwischen Action und Chillen finden.
Außerdem kann ich im Urlaub nicht immer alles so beeinflussen, dafür braucht man eine gewisse Portion Gelassenheit. In anderen Ländern ticken die Uhren etwas anders und die deutsche Pünktlichkeit und Genauigkeit stößt dort gerne man auf Unverständnis ;)


Jamaika

Urlaub - das ist jene Zeit,
in der man zum Ausspannen eingespannt wird.
Hans Söhnker (1903 - 1981) 

4. Teamwork:
Nicht nur ich will Spaß am Urlaub haben, sondern auch mein Partner. Also werden nicht nur Linda-Aktivitäten ins Programm mit aufgenommen, sondern auch Andreas darf (ein bisschen) mitbestimmen. Die Recherchearbeit liegt komplett bei mir, ich mache dann Vorschläge und über jeden Ausflug stimmen wir gemeinsam ab. There is no I in Team!

Ich habe gelesen, viele Beziehungen gehen wegen eines zusammen verbrachten Urlaubes in die Brüche. Man darf nicht unterschätzen, was es bedeutet, 24 Stunden ständig zusammen zu sein und sich permanent miteinander abstimmen zu "müssen". Das fängt schon beim Aufstehen an, wenn einer von beiden ein Langschläfer ist und der andere ein Frühaufsteher. Außerdem hat man im Urlaub eine gewisse Erwartungshaltung, auch dem anderen gegenüber. Da hilft nur eine offene Kommunikation und neben allen Aktivitäten sollte man auch Zeit für und mit dem Partner einplanen. 

Paris

Ibiza
Jamaika

Es gibt kein sichereres Mittel festzustellen,
ob man einen Menschen mag oder nicht,
als mit ihm auf Reisen zu gehen.
Mark Twain (1835 - 1910)

5. Vorurteile:
Alle Deutschen sind fleißig, tragen Lederhosen oder Dirndl und essen jede Menge Sauerkraut. Stimmt nicht? Wir wollen uns nicht in Schubladen stecken lassen und das Gleiche trifft auch auf andere zu. Ist man einmal selbst vor Ort, wird man sehr schnell feststellen, dass die Wirklichkeit oft anders aussieht. 

Reisen ist tödlich für Vorurteile.
Mark Twain (1835 - 1910)

Reisen veredelt den Geist
und räumt mit allen anderen Vorurteilen auf.
Oscar Wilde (1900 - 1956)

Reisen ist das Entdecken,
dass alle Unrecht haben mit dem,
was sie über andere Länder denken.
Aldous Huxley (1884 -1963)


6. Sprachen lernen: 
Ich habe beruflich mit vielen Ländern der Welt zu tun. Schon oft kam es mir zugute, dass ich mehr als nur deutsch und englisch beherrsche, sondern auch spanisch, italienisch und ein paar Fetzen französisch. Dadurch fällt es mir leicht auch andere Sprachen zu verstehen oder mir zumindest ein paar einfache Wörter oder kurze Sätze anzueignen. Ich mag Sprachen und bevor ich verreise, präge ich mir zumindest ein paar wichtige Vokabeln ein. Es freut die Menschen z.B. sehr, wenn man sie in ihrer Landesprache begrüßt oder "bitte" und "danke" sagen kann. Das ist ein wahrer Eisbrecher und oft führt das dazu, dass man zuvorkommender behandelt wird. Für mich ist es einfach eine Frage des Respekts den Menschen eines Landes gegenüber, das ich besuche. Außerdem hält es die grauen Zellen fit, neue Dinge dazuzulernen wie z.B. Sprachen.



Oh, es ist ein gar charmantes herrliches Ding ums Reisen.
Reisen muss man, oder man kommt hinter nichts.
Voltaire (1694 - 1778)

7. Tapetenwechsel:
Mit Abstand sehen viele vermeintlichen Probleme von zuhause oder dem Büro wieder ganz anders aus. Alle Sorgen rücken in die Ferne, man kann durchatmen.

Ich habe mir so die Gabe der Vorfreude angeeignet. Wenn ich einen Durchhänger habe, konzentriere ich mich auf die nächste geplante Reise, bereite mich ausführlich darauf vor, schaue mir Reisevideos an, recherchiere im Internet, schaue mir Filme oder Serien an, die dort gedreht worden sind, ich koche landestypische Gerichte und so weiter und so fort. So motiviere ich mich immer wieder auf's Neue. Eine Kollegin war gerade in Curacao und eine ist gerade in Florida. Statt neidisch zu sein, freue ich mich mit ihnen zusammen, schaue mir auch hinterher sehr gerne die Urlaubsfotos an und träume von der Ferne.

Die Welt ist ein Buch.
Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Aurelius Augustinus (354 - 430)


Florida

Curacao
Das Reisen gibt mir so viel wie ich es mir nie hätte vorstellen können. Ein ehemaliger Kollege (mittlerweile ist er in Rente), der auch immer viel unterwegs ist, hat mir mal gesagt, ich solle so oft wie möglich in Urlaub fahren. Denn Geld und Besitz ist vergänglich, doch auch wenn man nichts mehr hat, dann kann man immernoch von seinen Erinnerungen zehren. Vielen lieben Dank für diese Weisheit, lieber Günny! 

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist’s: Reise, reise!
Wilhelm Busch (1832-1908) 

8. Nachhaltigkeit / Umweltschutz: 
Die Erde ist ein wunderschöner Ort, den es zu erhalten gilt. There's no Planet B! Außerdem ist die Erde der einzige Planet, auf dem es Schokolade gibt ;)

Princess Schokobar in München
Reise mit Lust, doch reise bewusst -
die Welt lädt Dich ein, doch ist sie nicht Dein. 

(Autor unbekannt)

9. Neue Geschmäcker:
Im Ausland wird man evtl. mit neuen Gerichten, unbekannten Gewürzen o.ä. überrascht. Viele dieser Sinneseindrücke nehme ich mit nachhause und versuche etwas davon in meinen Alltag zu integrieren. Besonders gerne koche ich karibisch, asiatisch oder orientalisch.

Ich finde es immer sehr aufregend, Neues auszuprobieren. 

Ackee aus Jamaika
Spanische Paella de Verduras
Hummus und Pitabrot aus Israel
Vietnamesische Sommerrollen

Shave Ice in Hawaii

10. Man kann Schönheit in allem entdecken. 
Wir leben auf einem wundervollen Planeten, der einiges an Naturschönheiten zu bieten hat. 

Egal, ob verschneites Alpenpanorama, grüne Wälder, traumhafte Wasserfälle auf Hawaii, wundervolle Strände mit Palmen und türkisblauem Wasser in der Karibik, zauberhafte Wüstenlandschaften. Ebenso faszinierend finde ich Bauwerke wie den Eiffelturm in Paris, das Burj al Arab Hotel in Dubai, das noch im Neuaufbau befindliche World Trade Center in New York, allesamt architektonische Meisterleistungen. 

 





Man sollte vielleicht aus dem Urlaub die Fähigkeit mitnehmen, auch zu Hause in Kleinigkeiten die Schönheit zu erkennen, an denen man im Alltag ansonsten immer wieder ungeachtet vorbei geht.


Meine Heimat, die Pfalz
 


Wenn man eine Weile von zuhause weg war, dann freut man sich auch wieder auf zuhause. Man lernt die Dinge zu schätzen, die zuhause selbstverständlich geworden sind. Die Familie, das Lieblingsrestaurant, die sanitären Anlagen...

Frühling
Sonnenblume im Garten meiner Eltern
Regenbogen an einem regnerischen Tag

Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat haben.
Theodor Fontane (1819 - 1898)

Der verborgene Sinn des Reisens ist es,
Heimweh zu haben"
Erich Kästner (1899 - 1974)  
 
Wer die Schönheit der Erde betrachtet, stößt auf Kraftreserven, die für ein ganzes Leben reichen.
Rachel Carson